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Influenza 2015 : Grippe in SH: Zahl der Kranken steigt sprunghaft

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545 Fälle in den vergangenen vier Wochen - 2014 waren es im gleichen Zeitraum nur 17. Impfungen werden empfohlen.

Kiel | Die Influenzawelle erfasst immer mehr auch Schleswig-Holstein. In den vergangenen vier Wochen wurden 545 Fälle gemeldet, geht aus der offiziellen Statistik des Landes hervor. Allein in der letzten Woche gab es 204 neue Fälle.

Die meisten Influenza-Erkrankungen gab es in Kiel (49) und im Kreis Steinburg (39). In den fünf Vergleichswochen des Vorjahres hatte es insgesamt nur 17 Influenza-Fälle im Norden gegeben - allerdings war 2014 auch kein schlimmes Grippejahr. Im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein gebe es an den Standorten Kiel und Lübeck zurzeit weder beim Personal hohe Ausfälle noch einen Patientenansturm wegen Influenza, beschrieb ein Sprecher die aktuell insgesamt nicht sehr angespannte Lage.

Dagegen bezeichnete der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, Bernd Kraemer, die Situation in einigen Regionen als zugespitzt. In Lübeck zum Beispiel seien einige Notaufnahmen mit Influenza-Patienten überfüllt und wegen an Grippe erkranktem Krankenhauspersonal hätten auch Operationen verschoben werden müssen.

Der Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des UKSH, Prof. Helmut Fickenscher, sagte, es handele sich um eine richtig ordentliche Grippewelle, die ihren Höhepunkt noch nicht erreicht haben dürfte. Die Epidemie könnte wahrscheinlich bis in die Osterzeit anhalten. Im bundesweiten Vergleich sei Schleswig-Holstein derzeit aber noch wenig betroffen.

Angesichts des Todes eines kleinen Kindes in Berlin an Masern erneuerte das Kieler Gesundheitsministerium am Montag den Rat, auch Erwachsense sollten ihren Masern-Impfschutz kontrollieren. Aufgrund der potenziellen Schwere der Erkrankung sei ein Schutz für Kinder und Erwachsene generell zu empfehlen.

 

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt eine Impfung für alle nach 1970 Geborenen, die ungeimpft sind, deren Impfstatus unklar ist oder die nur einmal in der Kindheit geimpft wurden. In den vergangenen vier Wochen gab es im Norden acht Neuerkrankungen - je vier im Kreis Plön und im Kreis Pinneberg.

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erstellt am 23.Feb.2015 | 14:46 Uhr

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