Graupen von der "Hoffnung"

<strong>Wird liebevoll gepflegt:</strong> Die Mühle ist seit fünf Generationen im Besitz der Familie Pagel.<foto>Henze (2)</foto><br /><strong>Zuschauen und verkosten: </strong>Am 9. September wird der erste  Schäl- und Graupentag  in der Mühle veranstaltet.<foto />
1 von 2
Wird liebevoll gepflegt: Die Mühle ist seit fünf Generationen im Besitz der Familie Pagel.Henze (2)
Zuschauen und verkosten: Am 9. September wird der erste Schäl- und Graupentag in der Mühle veranstaltet.

shz.de von
28. August 2012, 01:14 Uhr

Munkbrarup | Seit fünf Generationen ist die Munkbraruper Mühle "Hoffnung" im Besitz der Familie Pagel. Und sie funktioniert wie am allerersten Tag, denn sie wird von der Familie bestens in Schuss gehalten. Für die Munkbraruper ist die Windmühle nicht nur lebendiges Kulturgut, sondern auch das Wahrzeichen der Gemeinde in der Nähe von Flensburg. "Wenn ich mein Wohnzimmer neu streiche, freue ich mich daran, wenn ich die Mühle neu streiche, freuen sich alle daran", sagt Christel Pagel, denn die "Müllerin" erledigt sehr viele Arbeiten selbst.

Die "Hoffnung" ist nur eine von rund zehn Mühlen im Umkreis von Flensburg. Hier wurde früher vor allem Gerste zu Graupen geschält. Und dies geht noch immer, und es gibt kaum weitere Mühlen, die das heutzutage noch können. In und rund um die Mühle werden diverse Veranstaltungen organisiert, wie beispielsweise am 9. September 2012 (11 bis 17 Uhr) der Erste Schäl- und Graupentag. Dann kann die "Hoffnung" nicht nur besichtigt werden, sondern der Landfrauenverein von Munkbrarup bietet auch leckere Graupengerichte an, und der Mühlenverein informiert über die lebendige Geschichte der Mühlen von Meierwik bis Munkbrarup, vom Korn über das Mahlen bis hin zum Schwarzbrot und von der Gerste, die über den Schälstein zu Graupen führt.

Der funktionsfähige Erhalt einer Mühle ist aber auch eine kostspielige Angelegenheit und fordert darüber hinaus dauernden Arbeits- und Renovierungseinsatz. So wird Christel Pagel beim Erhalt der "Hoffnung" auch durch die Aktiv-Region Mitte des Nordens unter-stützt. Mit deren Hilfe konnte in den letzten Jahren ein mühlentypischer Fußboden neu errichtet und das Mühlenumfeld neu gestaltet werden. Die Besucher werden seit geraumer Zeit durch das Aufstellen von Info-Tafeln besser über die Mühle informiert. Und das ist auch notwendig, denn die Windmühle kann nicht nur am Ersten Schäl- und Graupentag besichtigt wer-den, sondern an jedem anderen Tag des Jahres ebenfalls. Und, wer möchte, kann in der "Hoffnung" sogar heiraten und feiern.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen