Landtagspräsident Geerdts: : "Gorch Fock" wird Segelschulschiff bleiben

Der Präsident des schleswig-holsteinischen Landtages, Torsten Geerdts (CDU) an Bord der Gorch Fock.
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Der Präsident des schleswig-holsteinischen Landtages, Torsten Geerdts (CDU) an Bord der Gorch Fock.

Befreiende Nachricht für die Besatzung: Laut Landtagspräsident Torsten Geerdts wird die "Gorch Fock" Segelschulschiff der Marine bleiben. Über die Quellen für seine Kunde schwieg er beharrlich.

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25. Juni 2011, 09:40 Uhr

Schleswig-Holsteins Landtagspräsident Torsten Geerdts (CDU) hat am Donnerstag die "Gorch Fock" in Kiel besucht und gute Nachrichten für die Besatzung mit an Bord gebracht: "Nach allem, was ich erfahren habe, bleibt die ,Gorch Fock das Segelschulschiff der Marine", sagte er. Auf mehrfaches Nachfragen nach den Quellen dieser Information erklärte Geerdts, er stütze sich nicht nur auf bisherige Äußerungen von Marine-Inspekteur Axel Schimpf und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), sondern er habe auch weitere Gespräche geführt, die aber vertraulich seien.
Die "Gorch Fock" ist das Patenschiff des Kieler Landtags. "Wir sind hier, weil wir zur ,Gorch Fock stehen", so Geerdts, der von vier Abgeordneten von CDU, SPD, FDP und SSW begleitet wurde. Heimathafen des Schiffes bleibe definitiv Kiel. Nur Kommandant Norbert Schatz wird wohl nicht zurückkehren. Die Havariekommission, die den Tod von Kadettin Sara Lena Seele (25) untersucht hat, sieht laut Zeitung "Die Welt" Fehlentwicklungen in den Abläufen an Bord, für die die Schiffsführung verantwortlich sei. Die Entscheidung liegt nun beim Marine-Inspekteur.
"Ich kann nicht bewerten, was man auf hoher See für Rituale pflegt"
Für den Landtagspräsidenten wäre die endgültige Abberufung von Kommandant Schatz ein Punkt, den man "nicht einfach nur so zur Kenntnis" nehmen dürfe. "Er genießt bei der Besatzung und in der Bevölkerung hohes Ansehen", sagte Geerdts. "Ich habe ihn nach seiner Abberufung angerufen, denn zu einer Patenschaft gehört es auch, in kritischen Zeiten Kontakt zu halten." Geerdts machte deutlich, dass der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) beide Seiten hätte hören müssen.
Angesprochen auf die umstrittenen Ekel-Rituale, sagte Geerdts: "Ich kann nicht bewerten, was man auf hoher See für Rituale pflegt." In seinen Augen sei die "Gorch Fock" seit vielen Jahren die erfolgreiche Botschafterin eines friedlichen Deutschlands.
(ge, shz)

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