Verteidigungsministerium : "Gorch Fock" bleibt Bundeswehr-Schulschiff

Die 'Gorch Fock' in Flensburg vor der Marineschule. Hier soll sie in den kommenden Monaten des öfteren liegen. Foto: Dewanger
1 von 4
Die "Gorch Fock" in Flensburg vor der Marineschule. Hier soll sie in den kommenden Monaten des öfteren liegen. Foto: Dewanger

Die "Gorch Fock" bleibt der Bundeswehr als Schulschiff erhalten. Wann es aber wieder in See stechen wird, ist noch unklar.

Avatar_shz von
17. Juli 2011, 09:54 Uhr

Es gebe einen breiten Konsens dafür, dass die "Gorch Fock" ihren Auftrag als Ausbildungsschiff der Marine fortsetzen werde, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Berlin zur Begründung seiner Entscheidung. Wann das Schiff wieder in See stechen und welche Veränderungen es an Bord geben wird, ist aber noch offen. De Maizière will erst die Auswertung eines Berichts abwarten, den eine unabhängige Kommission am Freitag in Berlin vorlegte.
Die Kommission unter Leitung des Historikers Prof. Reiner Pommerin macht darin Vorschläge zur Verbesserung der seemännischen Ausbildung in der Marine. Wie das Ministerium mitteilte, enthält der Bericht Forderungen, beispielsweise zur Sicherung an Bord und in der Takelage und zur Auswahl und Ausbildung der Stammbesatzung. Die Kommission war nach dem Tod einer Kadettin auf der "Gorch Fock" im November eingesetzt worden. Die grundsätzliche Entscheidung, dass das Schiff weitersegelt, hatte sich bereits abgezeichnet.

Die 25-Jährige war bei einer Übung aus der Takelage gestürzt. Ihr Tod hatte eine Affäre ausgelöst, in der es um Vorwürfe der Schikane und der sexuellen Belästigung an Bord des Dreimasters ging. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die Pommerin-Kommission eingesetzt, die nun ihre Arbeit beendete. Mit dem tragischen Todesfall und den Zuständen auf der "Gorch Fock" hatten sich auch bereits zwei Marine-Kommissionen und die Staatsanwaltschaft Kiel befasst.
(dpa, shz)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen