Wetter : Glätteunfälle im Norden

Bei Glatteis gilt: Fuß vom Gas! Foto: dpa
Bei Glatteis gilt: Fuß vom Gas! Foto: dpa

Straßenglätte hat am Mittwochmorgen in Schleswig-Holstein und Hamburg zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt. Sechs Menschen wurden verletzt.

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08. Dezember 2011, 09:50 Uhr

Im Kreis Schleswig-Flensburg ereigneten sich in der Zeit von Dienstagabend, 19 Uhr, und Mittwochmorgen 6 Uhr insgesamt neun Glätteunfälle, davon einer in Flensburg selbst. In den meisten Fällen blieb es jedoch bei Blechschäden.
In Silberstedt (Kreis Schleswig-Flensburg) rutschte gegen 21.40 Uhr auf der L299 ein Pkw auf der eisglatten Straße auf die Bankette, überschlug sich und landete im Graben. Die 25-jährige Beifahrerin musste mit Rückenschmerzen, HWS-Syndrom und gebrochenem Finger ins Krankenhaus gebracht werden. Der 22-jährige Fahrer verspürte zwar keine Schmerzen, wurde aber vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gefahren. Während der Bergung wurde die Straße kurzzeitig gesperrt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.
Zwei Unfälle in Nortorf
Gegen 22.20 Uhr überschug sich auf der B77 kurz hinter Owschlag (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ein weiterer Pkw und landete im Graben. Die Insassen konnten das Fahrzeug unverletzt verlassen. Die Bundesstraße wurde während der Bergung 30 Minuten gesperrt.
In Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) kam gegen 21.30 Uhr im Timmasper Weg ein Polo von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb auf der Seite liegen. Die Fahrerin (19) wurde leicht verletzt. Das Auto musste abgeschleppt werden. 25 Minuten später rutschte ein weiteres Fahrzeug in der Schülper Hauptstraße in den Graben. In dem Fahrzeug wurden Fahrer (20) und Beifahrer (20) ebenfalls leicht verletzt. Der Sachschaden wird in beiden Fällen auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Auf der L317 in Bollingstedt-Beekholz (Kreis Schleswig-Flensburg) überschlug sich gegen 23.50 Uhr ein Auto. Auch hier blieben die Insassen unverletzt.

Auf dem Zubringer zur A7 in Busdorf musste gegen 3.55 Uhr die Straße zur Bergung eines Lkws vollgesperrt werden. Der Wagen war aufgrund der Glätte in den Graben gerutscht.
Bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) geriet am Morgen ein Sattelschlepper auf der Elbbrücke ins Schleudern. Der Anhänger kippte um und beschädigte das Brückengeländer. Die Polizei sperrte die östliche Elbquerung zeitweise. Autofahrer mussten zum Teil weite Umwege in Kauf nehmen.
Sattelzug rammt Bahnüberführung
Seit 2.30 Uhr waren die Einsatzkräfte des Winterdienstes am Mittwochmorgen in Hamburg unterwegs, um Salz zu streuen und Straßen zu kontrollieren. Nach Angaben der Verkehrsleitstelle kam es jedoch nur zu wenigen Unfällen. In der Hansestadt war es der erste große Einsatz des Streudienstes in diesem Winter.
Verletzt wurde der Fahrer eines Sattelzuges bei einem Glätteunfall in Hamburg-Billbrook. Der 28-Jährige befuhr mit seinem Sattelzug den Unteren Landweg. Auf der Überführung der Bahntrasse geriet der Sattelzug auf der eisglatten Fahrbahn ins Schleudern, kam dabei nach links von der Fahrbahn ab und prallte an der südlichen Rampe gegen das Brücken- und Fußgängerschutzgeländer. Der Fahrer wurde dabei verletzt. Art und Schwere der Verletzungen sind noch nicht bekannt. Der 28-Jährige wurde nach der notärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert.
An dem Sattelzug und dem Brückengeländer entstand erheblicher Sachschaden.
Für die Bergung des Sattelzuges war der Untere Landweg zwischen Bredowstraße und Neue Feldhofe von 2.26 Uhr bis 5 Uhr voll gesperrt.
Die Polizei bitte alle Autofahrer, ihre Fahrweise den Witterungsbedingungen anzupassen.

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