Port Olpenitz : Gerichtsentscheidung hat keine Folgen für Betriebsablauf

Jaska Harm darf vorerst nicht als Geschäftsführer der Port Olpenitz GmbH auftreten. Jetzt nimmt der Geschäftsmann Stellung.

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16. August 2011, 09:45 Uhr

Kappeln | Jaska Harm, der laut einer Entscheidung des Kammergerichtes Berlin bis zur Entscheidung im Hauptverfahren nicht mehr als Geschäftsführer der Port Olpenitz GmbH auftreten darf (wir berichteten), hat sich jetzt per Pressemitteilung noch einmal zu dem Vorgang geäußert.
Danach erklärte Harm im Hinblick auf die Käufer und Auftragnehmer für das Hafen feriendorf bei Kappeln: "Die neue Situation hat kurzfristig überhaupt keine Auswirkungen, denn alle Aufträge sind erteilt, und vor Ort sind alle im Sinne der Käufer und des Projektes mit Engagement dabei, diese zu erfüllen." Damit jedoch auch bei neuen Aufträgen und Leistungen keine Handlungsunfähigkeit eintrete, würden beide Gesellschafter kurzfristig beim Handelsgericht die Einsetzung sogenannter "Notgeschäftsführer" beantragen, die vorläufig die Port Olpenitz GmbH nach außen vertreten. Das Verfahren gegen Harm hatte der US-Mehrheitsgesellschafter, die EQK Port Olpenitz, Inc., angestrengt, die mit Harm zerstritten ist.
"Das Scharmützel mit Harm ist nur nebensächlich"
Verwundert äußerte sich Harm zur Behauptung des Anwalts der Amerikaner, dass Geschäftspartner ihre Mitarbeit an dem Projekt davon abhängig gemacht hätten, dass Harm nicht mehr Geschäftsführer sei. "In den letzten Monaten hat es im Umfeld der Geschäftspartner nicht ansatzweise Äußerungen gegeben, die der Aussage des Anwaltes ein Fünkchen Wahrheit einhauchen würden."
Der Anwalt der EQK, Dr. Rainer Staubach, sagte dazu, Harm könne nicht mehr für Port Olpenitz sprechen, dies sei ihm per Gerichtsurteil untersagt. "Es ist erstaunlich, dass Herr Harm meint, über den Wahrheitsgehalt meiner Äußerungen etwas sagen zu können, wo er doch die Gesprächspartner für die Zukunft von Port Olpenitz gar nicht kennt." Harm würde bis auf Weiteres nichts mehr mit der Zukunft von Port Olpenitz zu tun haben. "Das ist sicher nicht zum Nachteil des Projektes", so Staubach. Im Übrigen sei das "Scharmützel" mit Harm nur nebensächlich, da die volle Konzentration nun dem Projektfortschritt gelte.
(shz)

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