Verordnung wirksam : Gericht verbietet laute Speedboote in Neustädter Bucht

Speedboote, die lauter als 75 Dezibel sind, dürfen nicht in der Neustädter Bucht fahren. Das hat das Bundesverwaltungsgericht als dritte Instanz entschieden.

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30. Juni 2013, 10:34 Uhr

Neustadt/Leipzig | Laute Speedboote dürfen nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts nicht mehr in der Neustädter Bucht im Kreis Ostholstein fahren. Damit erklärte das Gericht eine vor vier Jahren in Kraft getretene Verordnung der zuständigen Wasserbehörde für wirksam, teilte ein Sprecher des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig am Donnerstag mit. Diese sah auf Grundlage einer EU-Richtlinie vor, Booten mit einem Schalldruckpegel über 75 Dezibel die Fahrt in dem Gewässerabschnitt zu verbieten.
Im vorliegenden Fall klagte ein Besitzer gegen die Behörde, wonach diese Verordnung rechtswidrig sei. Der Mann hatte 1995 von den USA ein Schnellboot mit einer Lautstärke über 75 Dezibel nach Deutschland importiert und wollte damit in der Neustädter Bucht anlegen.
Seine Klagen in den Vorinstanzen waren jeweils im Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht gescheitert. Nach Angaben des Gerichtssprechers kann der Kläger beim Bundesverfassungsgericht gegen das Urteil Verfassungsbeschwerde einlegen.

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