Häufig geklickt auf shz.de : Gema, Bahnstreik und ein Wal: Die Top 10 im Mai

Ein zehn Meter langer Wal und eine spektakuläre Festnahme auf Sylt. Das sind nur zwei Themen, die die Leser diesen Monat besonders interessiert haben. Klicken Sie sich durch unsere Top Ten.

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30. Mai 2015, 22:46 Uhr

10. Kiel im Ausnahmezustand: Israels Staatspräsident kommt an die Förde

Zwei Mitarbeiter des Pumpwerk Wik schweißen einen Schacht vordem Landeshaus zu. Insgesamt wurden Hunderte versiegelt.
Beckwermert
Zwei Mitarbeiter des Pumpwerk Wik schweißten einen Schacht vor dem Landeshaus zu. Insgesamt wurden Hunderte versiegelt.

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin machte Mitte Mai Halt in der Landeshauptstadt. Da er neben US-Präsident Barack Obama, dem Papst und einem unbekannten Araber zu den vier Männern weltweit gehört, die die Sicherheitsstufe „eins plus“ haben, befürchteten Insider, dass die Stadt im Chaos zusammenbrechen würde. Zum Schutz des Präsidenten mussten sogar Landtagsabgeordnete Sicherheitstests durchlaufen. Das Echo zu den erhöhten Sicherheitsmaßnahmen war groß. Auch von Seiten der Politiker hagelte es Kritik. Der Besuch hatte zum Teil Straßensperrungen zur Folge, Gullideckel wurden zugeschweißt, das Regierungsviertel sowie die Förde wurden gesperrt. Sogar Spezialeinheiten waren im Einsatz.

9. „Purple Beach“: Keine Explosionsgefahr mehr auf havariertem Frachter

Der Notfall-Hochseeschlepper „Nordic“ und das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ am Mittwoch am brennenden Frachter „Purple Beach“ in der Nordsee bei Helgoland.
dpa
Der Notfall-Hochseeschlepper „Nordic“ und das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ am brennenden Frachter „Purple Beach“ in der Nordsee bei Helgoland.

30 Kilometer von Helgoland qualmte der Frachter „Purple Beach“ auf der Nordsee. Die große Rauchwolke des Schiffes zog bis zum Festland. Ein Havariekommando empfahl den Anwohnern Türen und Fenster geschlossen zu halten. Gefahrstoffe in der Luft konnten später jedoch ausgeschlossen werden. Experten befürchteten der Frachter könne explodieren, zwei Spezialschiffe waren im Einsatz und versuchten die Rauchwolke mit Sprühwasser zu reduzieren. Die 22 Crewmitglieder riegelten den Raum, aus dem der Qualm austrat ab und flutete ihn mit Kohlendioxid. Später wurden sie für Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Explosionsgefahr bestand nicht mehr.

8. Wallsbüll Open Air 2015 wird verschoben

Das Wallsbüll Open Air musste verschoben werden.
Screenshot/Facebook
Das Wallsbüll Open Air wurde verschoben.

Die Bands waren gebucht, Ort und Datum festgelegt. Doch das Wallsbüll Open Air, das vom 15. und 16. Mai in Schafflund stattfinden sollte, wurde verschoben. Als Grund gaben die Veranstalter familiäre Gründe an. In einem Facebook-Post baten sie in einer langen Nachricht um Verzeihung. Sie seien seelisch und körperlich nicht in der Lage, die Anstrengungen des Festivals zu überstehen. Sie versicherten jedoch, dass sich an dem Line-Up nichts verändere und man die Fans bald über einen neuen Termin informiere. Die Tickets würden ihre Gültigkeit behalten.

7. Zum Vatertag 2015: Was moderne Väter wollen

Moderne Männer wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.
Imago/Westend61
Moderne Männer wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.

Der Mann geht zur Arbeit, die Frau kümmert sich um die Kinder und den Haushalt. Dieses Familienbild ist schon länger nicht mehr aktuell. Die klassische Rollenverteilung löse sich auf, behauptet ein Experte. Der moderne Mann möchte an der Erziehung teilhaben sowie die Entwicklung des Kindes miterleben. Er wickelt und unterhält es und bleibt gleichzeitig noch Vollzeit-Ernährer. Doch dieses Bild scheint noch nicht von jedem akzeptiert zu werden. Selten geht es um die Väter, größere Unternehmen setzen sich vermehrt für die Förderung von Frauen ein. Fehlt es an gesellschaftlicher Akzeptanz?

6. Video: Wal überrascht Angler in Eckernförder Bucht

Seit Anfang Mai war ein Wal in der Eckernförder Bucht unterwegs. Mehrere Menschen haben das Tier zu Gesicht bekommen - so auch der Angler Markus Tombrink, der das außergewöhnliche Erlebnis mit seiner Handykamera festhielt. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem Tier um einen Finnwal mit einer Länge von zehn bis zwölf Metern, schätzt ein Walexperte.

5. Drogenfund auf Sylt: So gelang die spektakuläre Festnahme

„Es war alles wie im Krimi“ - so eine Augenzeugin der Festnahmen auf Sylt.
Privat
„Es war alles wie im Krimi“ - so eine Augenzeugin der Festnahmen auf Sylt.

Eine Familie erlebte nach der Überfahrt nach Sylt hautnah mit, wie die Polizei drei Tatverdächtige festnahm: Sie standen im Verdacht, Drogen zu besitzen. Die Frau der Familie fühlte sich wie im Krimi, als sie das Spektakel beobachtete. Ein anonymer Hinweis hatte die Polizisten auf die heiße Spur gebracht. Bei der Durchsuchung der Wohnungen der Tatverdächtigen fanden die Beamten kiloweise Kokain und Marihuana. Ein Sprecher der Sylter Polizei bezeichnete den Drogenfund als den größten seit 30 Jahren.

4. Abriss der Exe-Häuser: Baugerüst stürzt auf Auto

Ein Gerüst zum Abriss der Exe-Häuser ist am Montagmorgen umgestürzt.
Sebastian Iwersen
Ein Gerüst zum Abriss der Exe-Häuser stürzte um.

Ein Großfeuer zerstörte im November 2013 zwei Mehrfamilienhäuser an der Exe in Flensburg. Sie sollten abgerissen werden, ein Baugerüst wurde aufgestellt. Doch bei den Abbrucharbeiten kam es zu einem schlimmen Unfall. Als die Baufirma mit einem Bagger an der Rückseite des Hauses arbeitete, brachen plötzlich Mauerteile zusammen, das Baugerüst fiel um. Es stürzte auf die vielbefahrene B199 und begrub ein Auto unter sich. Der Fahrer wurde dabei zum Glück nur leicht verletzt.

3. „Desaströs“: RDC präsentiert seinen Autozug

RDC rollte gestern mit seinen behelfsmäßigen Waggons in Westerland ein.
Der provisorische Autozug des Unternehmens RDC. Foto: Friederike Reußner
 

Das amerikanische Eisenbahnunternehmen Railroad Developement Corporation (RDC) präsentierte Anfang Mai provisorische Autozug-Waggons für den künftigen Syltshuttle, die wohl weniger den Vorstellungen der meisten Insulaner entsprachen. RDC ließ den einstöckigen Autozug von Niebüll nach Westerland zur Probe fahren. Die Optik des Zuges stieß auf Kritik: Man sehe noch Luft nach oben und man könne dann auch gleich durch's Watt fahren, waren einige skeptische Reaktionen auf den Waggon. Der Geschäftsführer von RDC sieht den Grund für diese kritischen Stimmen in Verunsicherungen. Man habe vor, die Waggons noch ein wenig umzubauen und auszustatten. Mal sehen, ob das Endresultat die Sylter überzeugen kann.

2. Streik der GDL: Superstaus über Pfingsten?

Vor dem Pfingstwochenende standen die Züge still. Foto: Stratenschulte
Vor dem Pfingstwochenende standen die Züge still. Foto: Stratenschulte

„Schon wieder?“ mögen sich wohl viele Bahnreisende im Mai beschwert haben. Ja, die Bahn hat schon wieder gestreikt, zum insgesamt neunten Mal. Man befürchtete ein absolutes Chaos, da nicht sicher war, ob der Streik auch das Pfingstwochenende betreffen würde. Doch pünktlich zum Wochenende fuhren fast alle Züge wieder nach Plan. Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft GDL konnten sich immer noch nicht einigen, mittlerweile läuft ein Schlichtungsverfahren.

1. Gema verlangt Gebühren fürs Volkslieder-Singen

Helga von Assel serviert den Mitgliedern des Singkreises gern Kaffee und Kuchen.
Hannes Harding
Helga von Assel serviert den Mitgliedern des Singkreises gern Kaffee und Kuchen.

Die Gema hat den Senioren vom Singkreis in Fahrdorf einen Strich durch die Rechnung gemacht - und ihnen auch gleich eine vorgelegt. In einem Kulturkaffee von Helga von Assel trafen sie sich, um gemeinsam Volkslieder zu singen. Ende April erhielt die Betreiberin eine Zahlungsaufforderung von der Gema. Man könne nicht ausschließen, dass die zum Teil dementen Damen Urheberrechte verletzen würden, hieß es. Bei einer öffentlichen Veranstaltung würden auch Gema-Gebühren fällig werden. Die Gema musste einen regelrechten Shitstorm in den sozialen Netzwerken über sich ergehen lassen. Doch die zahlreichen Beschwerden zahlten sich aus: Die Gesellschaft ruderte zurück, die Senioren müssen keine Nachzahlungen leisten. Der Singkreis erfülle nicht die Kriterien einer öffentlichen Veranstaltung, sagt eine Gema-Sprecherin.


 
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