B200 in Flensburg : Geisterfahrer verursacht Trümmerfeld

In ihrem Toyota Corolla wurden zwei Dänen zu Geisterfahrern. Foto: Sörensen
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In ihrem Toyota Corolla wurden zwei Dänen zu Geisterfahrern. Foto: Sörensen

Ein Däne hat auf der Bundesstraße 200 in Flensburg gewendet - und krachte als Geisterfahrer frontal mit einem anderen Auto zusammen. Schwere Folge: drei Verletzte.

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14. November 2009, 06:53 Uhr

Am Donnerstagabend hat ein dänischer Autofahrer auf der B200 in Höhe Flensburg einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der 75-jährige Mann, der aus dem Bereich Sonderjylland stammt, mit seinem Auto ordnungsgemäß in Flensburg-Rude auf die Bundesstraße in Richtung Norden gefahren. Noch auf der Auffahrt forderte das Navigationsgerät den Dänen zum Wenden auf. Der vermutlich ortsfremde Fahrer kam dieser Aufforderung unverzüglich nach und drehte seinen Toyota Corolla auf der zweispurigen Schnellstraße. "Der Mann wurde somit unfreiwillig zum Geisterfahrer", sagt Volker Boldt, Pressesprecher der Polizei Flensburg.
Ein Opelfahrer auf der Bundesstraße konnte dem plötzlichen Hindernis nicht mehr ausweichen. Beide Fahrzeuge stießen mit hoher Geschwindigkeit frontal zusammen. Dabei wurde der 38-jährige Opelfahrer in seinem Auto eingeklemmt. Der aus dem Kreisgebiet stammende Mann wurde in 30 Minuten von der Berufsfeuerwehr Flensburg befreit. Er wurde ins Flensburger Diakonissenkrankenhaus gebracht - ebenso wie die beiden Insassen des dänischen Autos.
Vollsperrung bis Mitternacht
Die B200 war für rund vier Stunden in Fahrtrichtung Norden gesperrt. An der Unfallstelle, die sich über rund 250 Meter erstreckte, mussten Mitarbeiter der Straßenmeisterei Flensburg die weit verstreuten Trümmerteile und Glasreste zusammenfegen. Gegen Mitternacht konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.
An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, an mehreren Autos, die durch
Trümmerteile auf der Gegenfahrbahn fuhren, entstand zum Teil erheblicher Sachschaden.

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