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Übung in Ratzeburg : Gefahrgut-Einsatz für 120 Rettungskräfte

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Staubexplosion im Ratzeburger Getreidesilo: Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Herzogtum Lauenburg proben einen Gefahrgutunfall.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2013 | 15:49 Uhr

Ratzeburg | Am Samstagmorgen übten ab 8.30 Uhr rund 120 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet einen Gefahrguteinsatz auf dem Gelände des Landhandels ATR in der Bahnhofsallee. „Angenommen wurde ein Gefahrgutunfall im Pflanzenschutzmittellagers des Betriebes, dass in Folge einer Staubexplosion im angrenzenden Getreidesilo entstanden ist“, sagte der stellvertretende Kreiswehrführer Torsten Möller.

Insgesamt acht betroffene Personen galt es zu retten und zu versorgen. „Zwei von Ihnen mussten von den Spezialisten in Chemikalien-Schutzanzügen (CSA) aus dem Gefahrenbereich gerettet werden“, so Möller weiter. Die sehr realistisch geschminkten Verletzungen wurden von Helfern der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Rettungsdienstes aus Büchen fachgerecht versorgt. „Durch den für dieses Szenario vorgesehenen Großalarm wurden neben der Freiwilligen Feuerwehr Ratzeburg auch der Löschzug Gefahrgut (LZ-G), bestehend aus den Wehren Ratzeburg, Mölln, Schwarzenbek, Büchen, Lauenburg, der Kreisfeuerwehrzentrale in Elmenhorst sowie die Technische Einsatzleitung (TEL) alarmiert“, berichtet LZ-G Fachwart Marco Fischer.

Landrat Gerd Krämer, Jens Liesand vom Fachbereich Katastrophenschutz des Kreises sowie Uta Drews, die bei ATR für die Leitung Stückgut-Logistik verantwortlich ist, beobachteten die Übung. „Der Schwerpunkt war neben der Personenrettung der Umgang mit dem betroffenen Gefahrgutstoffen, die im Pflanzenschutzlager eingelagert sind und zu Übungszwecken geborgen werden mussten“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Grimm. „Eine solche Lage ist keine alltägliche Herausforderung und muss daher laut der geltenden Störfallverordnung des Landes regelmäßig geübt werden“, erklärt der Leiter des LZ-G Marko Fischer.

Der stellvertretende Kreiswehrführer Torsten Möller machte in der ersten Nachbesprechung deutlich, dass ihm die Übung zwar sehr gut gefallen hat, aber in einzelnen Abteilungen mehr geübt werden muss. „Besonders die Personensuche mit der anschließenden Betreuung muss besser werden“. Gegen 11.15 Uhr war die Übung beendet.

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