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Mölln : Friedliche Demo gegen Schändung von Moschee

vom

Bei einer Demo in Mölln protestierten 300 Menschen gegen Fremdenhass. Unbekannte hatten in die Moschee uriniert und sie mit verwesendem Fleisch beworfen.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2014 | 13:46 Uhr

Mölln | Rund 300 Menschen haben am Samstag in Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg) gegen die Schändungen der Moschee in ihrer Stadt demonstriert. Zu der Kundgebung hatten die Stadt Mölln, Kirchen, Vereine und Verbände aufgerufen. „Es ist alles friedlich geblieben“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lübeck.

Vor einer Woche hatten Unbekannte in das Treppenhaus des muslimischen Gebetshauses uriniert. Zwei Wochen zuvor war ein Beutel mit verwesendem Fleisch gegen die Tür der Moschee geschleudert worden.

Die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein sprach von einer Respektlosigkeit, die auf das Schärfste zu verurteilen sei. Ihr Landesvorsitzender Cebel Küçükkaraca forderte eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle. Die Täter müssten gefunden und bestraft werden, erklärte er. In Mölln leben rund 800 Menschen türkischer Herkunft.

Die kleine Stadt im Herzogtum Lauenburg war vor mehr als 20 Jahren schon einmal Opfer von Rechtsradikalen - das Entsetzen wirkt bis heute nach. Im November 1992 hatten Täter aus dem rechtsextremistischen Lager Brandanschläge auf zwei überwiegend von Ausländern bewohnte Häuser verübt. Dabei kamen drei Türkinnen ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt.

 

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