Youtube-Star Torge Oelrich : Freshtorge kommt mit „Kartoffelsalat“ ins Kino

Youtube-Star Torge Oelrich ist ab 23. Juli im Kino zu sehen.
Youtube-Star Torge Oelrich ist ab 23. Juli im Kino zu sehen.

Der 90-minütige Film soll vor allem junge Youtube-Fans ins Kino locken. Die werden nicht nur den Dithmarscher Freshtorge wiedererkennen.

shz.de von
10. Juli 2015, 15:55 Uhr

Lunden | Nach dem Netz will der Internet-Komiker Torge Oelrich (26) alias Freshtorge jetzt auch die Kinos erobern. Der Schleswig-Holsteiner aus Wesselburen im Kreis Dithmarschen war mit kurzen Witz-Videos auf YouTube zum Internet-Star geworden. Er hat derzeit mehr als 1,5 Millionen Follower. Mit der 90-Minuten-Komödie rund um die Probleme eines pubertierenden und verliebten Schülers will Torge Oelrich Deutschlands junge YouTube-Gucker in die Kinos locken.

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Der Film heißt „Kartoffelsalat“. Untertitel: „Nicht fragen“. Neben Freshtorge werden in dem Streifen auch andere YouTube-Stars wie Dagi Bee, Phil Laude, Bibi, Simone Desue und Die Lochis auftreten. Die Comedians Martin Schneider und Otto Waalkes geben sich ebenfalls die Ehre. Auch Wolfgang Bahro (GZSZ) und Katy Karrenbauer (Hinter Gittern – der Frauenknast) sind dabei

„Kartoffelsalat“ ist ein Low-Budget-Film: Rund eine Million Euro kostete die Produktion, sagte Hauke Schlichting, Geschäftsführer der Produktions- und Verleihfirma „Take25pictures“. Von der Idee bis zum fertig geschnittenen Film dauerte es nicht einmal ein Jahr. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Freshtorge: Einen Türkei-Urlaub im vergangenen Jahr habe er zum Ideen-Sammeln und Gag-Ausdenken genutzt. Zurück in Deutschland brauchte er einen Monat für die Ausarbeitung des Drehbuchs.

Der Film war nach 28 Tagen abgedreht, erzählte Torge Oelrich. Für die Drehtage hatte sich der junge Künstler extra frei nehmen müssen, denn vormittags arbeitet Freshtorge in einer Schule als Erzieher - einen Job, den er trotz seines medialen Erfolgs nicht aufgeben will.

Seine Weltpremiere wird der Film am 19. Juli dort feiern, wo er in den Monaten zuvor auch produziert wurde: in der Provinz mitten in Schleswig-Holstein. In Dithmarschens Kreisstadt Heide können die erwarteten rund 10.000 YouTube-Fans auf Deutschlands größtem Marktplatz „ihren“ Internet-Stars auf Tuchfühlung nahe kommen. Vier Tage später dann ist bundesweiter Kinostart: Am 23. Juli wird „Kartoffelsalat“ in rund 500 Lichtspielhäusern anlaufen, auch in Luxemburg, Österreich, und der Schweiz. Bleibt nur noch eine Frage: Warum heißt der Film „Kartoffelsalat“? Freshtorge grinst: „Dafür haben wir den Untertitel: ,Nicht fragen‘“, sagte er. Exklusive Vorab-Ausschnitte hat unter anderem Dagi Bee bei Youtube hochgeladen:

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Zurück zu Freshtorge: Kinder und Teenager lieben ihn beziehungsweise die Figuren, die er in seinen kleinen Filmchen spielt. Zum Beispiel „Sandra“, eine durchgeknallte Pubertierende, die mit 16 Jahren immer noch zur Grundschule geht, von einer Karriere als Superstar träumt und mit ihrer Dummheit Lehrer und Schulpsychologen in den Wahnsinn treibt. Bei Schülern ist sie Kult. „Die Kinder lieben Sandra, weil sie zu doof ist, auf die einfachsten Fragen zu antworten“, erzählt der 26-Jährige.

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Einmal pro Woche - am „Samstorg“ ab 14.00 Uhr - stellt der gelernte Erzieher aus Wesselburen für seine Fans ein neues Video in seinen Youtube-Kanal „freshhaltefolie“. Inhalt: Alberner Klamauk und Parodien auf Trash-TV, mit denen Freshtorge seinen jungen Fans die Lachtränen in die Augen treibt. Dabei treibt er seine Scherze so böse auf die Spitze, dass auch Erwachsene darüber lachen können. Doch außerhalb der Plattform ist der Comedian bislang nahezu unbekannt.

Seine Karriere war nicht geplant. „Der Erfolg war Zufall“, erzählt Freshtorge. Sein erstes Video drehte er 2008 - „damals noch bei meinen Eltern im Kinderzimmer“, erzählt er. Denn „wenn man auf dem Dorf lebt, hat man viel Langeweile.“ So zog er vor seiner Videokamera Grimassen und zappelte herum, während er ein Stück Schokolade vor die Kamera-Linse hielt, ein altes Freundschaftsbuch oder eine gelbe Bade-Ente. „Dinge die ich mag“ nannte er das Filmchen und stellte es ins Internet: „Von dem Erfolg war ich selber überrascht.“

Die Ideen findet er vor seiner Haustür auf der Straße, oder er bekommt sie aus dem Fernsehen. Dann entstehen Parodien wie „Schwiegertochter sucht Frauentausch“. „Manchmal überspitze ich die Figuren gar nicht mehr, sondern mache sie einfach nur noch nach.“

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