Nach dem Wehrpflicht-Ende : Freiwillige vor

Fehlende Zivis: Ab Mitte dieses Jahres führt die Bundesregierung einen "Bundesfreiwilligendienst" ein, um personellen Engpässen entgegen zu wirken.

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07. April 2011, 09:24 Uhr

Rendsburg | Freiwillige vor: Mit der Aussetzung der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Ende des Zivildienstes kommt eine schwierige Zeit vor allem auf soziale Einrichtungen in ganz Deutschland zu. Auch die schleswig-holsteinische Landesregierung setzt daher in Zukunft verstärkt auf den Einsatz der Bürger. In einer Kampagne soll nun über die unterschiedlichen Freiwilligendienst-Formate informiert werden.
Christian Kohl, Sprecher des Landesministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit, erklärte: "Probleme könnten dadurch entstehen, dass nicht jeder Einrichtungsträger, der bisher Zivildienstleistende hatte, auch frei willig Dienstleistende bekommt." Ohne den großen Anteil, den die Zivis an der sozialen Infrastruktur des Landes haben, könnten in diesen Bereichen personelle Engpässe entstehen oder sich verschlimmern.
Die Bundesregierung wird ab Mitte dieses Jahres einen "Bundesfreiwilligendienst" einführen, um eine weitere Möglichkeit für freiwilliges Engagement zu etablieren. Zusätzlich zu den bestehenden Formen des Engagements - das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr und der Freiwilligendienst aller Generationen - soll der Bundesfreiwilligendienst dabei helfen, die personelle Lücke zu schließen. Startschuss für die Kampagne ist an am Donnerstag im Kulturzentrum "Hohes Arsenal" in Rendsburg, zusammen mit Sozialminister Dr. Heiner Garg (FDP), Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf (CDU) und Dr. Jens Kreuter, Bundesbeauftragter für den Zivildienst.
(shz)

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