Scherzartikel in Eisdiele : "Fötus" war ein Kunststoff-Alien

Mit Teebeuteln behandelt sah die 'Haut' täuschend echt aus.  Foto: Polizei
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Mit Teebeuteln behandelt sah die "Haut" täuschend echt aus. Foto: Polizei

Der angeblich menschliche Fötus, der in einer Kieler Eisdiele gefunden wurde, ist nur ein Scherzartikel. Ein Jugendlicher meldete sich bei der Polizei als Besitzer des Aliens.

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18. April 2008, 11:01 Uhr

Der 16-Jährige hörte die Nachricht über den seltsamen Fund mehrfach im Radio. Mit schlechtem Gewissen meldete er sich schließlich auf dem 2. Polizeirevier. Der junge Mann gab sich als Besitzer des Glases zu erkennen und klärte die Beamten über den nicht sehr ansehnlichen Inhalt auf.
Es handelt sich dabei um einen Halloween-Scherzartikel aus Kunststoff. Um dem ohnehin schon nach einem ungeborenen Leben aussehenden Alien noch mehr Echtheit zu verleihen, hatte man der Figur eine Behandlung mit Teebeuteln verabreicht. Die Gummihaut sah danach noch wirklicher aus. Mit dem Glas im Gepäck machte sich der Jugendliche zusammen mit einem Freund in die Kieler Innenstadt auf, ging in den Eisladen und hinterließ hier aus Spaß das ominöse Gefäß. Über das, was sich nun dem schlechten Scherz anschloss, waren sich die jungen Leute in dem Moment nicht bewusst. Die Eisverkäuferin hatte den Scherzartikel für einen Affenfötus gehalten und die Polizei gerufen. Dort vermutete man einen menschlichen Fötus im Glas.
Um den Fall nun gänzlich zu den Akten legen zu können, suchten Polizisten am Donnerstagmorgen mit dem Gummiwesen einen Rechtsmediziner auf. Der Fachmann, der "Es" als einem Fötus täuschendähnlich bezeichnete, fügte dem Alien einen Schnitt zu und bestätigte, dass er zu hundert Prozent aus Plastik bestand.

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