Syrer unter Terrorverdacht : Flüchtling an deutsch-dänischer Grenze festgenommen

Der Mann soll sich Material zum Bau von Bomben oder Waffen beschafft haben. Er wollte nach Dänemark reisen.

shz.de von
24. November 2016, 17:50 Uhr

Flensburg | Ein in Baden-Württemberg lebender syrischer Flüchtling soll sich Material zum Bau von Waffen oder Sprengstoff verschafft haben. Das berichtet das Nachrichtenportal N24 am Donnerstagnachmittag. Demnach sei der 20-Jährige bei dem Versuch festgenommen worden, im Zug von Deutschland nach Dänemark zu reisen. Bundespolizisten kontrollierten den Mann auf der Fähre nach Puttgarden (Kreis Ostholstein), nachdem die Dänen ihm zuvor die Einreise verweigerten hatten. Der Vorfall habe sich laut Bericht bereits am vergangenen Wochenende ereignet, teilte die Staatsanwaltschaft in Stuttgart mit. „Die Materialien wurden beschlagnahmt, die Behörden in Baden-Württemberg informiert“, sagte Sprecher Jan Holzner.

Gegen den Syrer wurde Haftbefehl wegen Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erlassen. Hinweise auf eine konkrete Bedrohung gebe es jedoch nicht, heißt es weiter.

Ermittler hätten das Zimmer des jungen Mannes in einer Flüchtlingsunterkunft in Biberach (Oberschwaben) durchsucht. „Uns ist bekannt, dass der Syrer mit dem Islamischen Staat sympathisiert“, sagte der Staatsanwalt. Bei sich hatte er keinen Sprengstoff. „Aber eben Materialien, die uns in ihrer Zusammenstellung alarmiert haben.“

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