Studie : Flensburg - für Investoren attraktiver als Madrid

Flensburger Innenförde: Unternehmen wie die Stadtwerke und die Werft tragen derzeit zur positiven Wirtschaftsentwicklung bei. Foto: Grafikfoto.de
1 von 3
Flensburger Innenförde: Unternehmen wie die Stadtwerke und die Werft tragen derzeit zur positiven Wirtschaftsentwicklung bei. Foto: Grafikfoto.de

Werbung für den Standort Flensburg: Ein Magazin der Financial Times hält Flensburg für eine der zukunftsträchtigsten Städte in Europa - und höchst attraktiv für Investoren.

Avatar_shz von
11. März 2008, 07:02 Uhr

Flensburg | Mit Standort-Ranglisten hat Klaus Matthiesen eher gemischte Erfahrungen gemacht. Vor drei Jahren sollte Flensburgs Wirtschaftsförderer eine Rangliste (neudeutsch: Ranking) kommentieren, bei der Flensburg bundesweit auf den letzten Platz abgerutscht war: "Da wurde aber nur das Bruttoinlandsprodukt untersucht, und nach der Bundeswehr-Standortschließung und der ersten großen Entlassungswelle von Motorola", sagt der Chef der Wirtschaftsförderung Wireg.

Doch gut drei Jahe später sieht die Situation in Flensburg ganz anders aus: Unter 1000 befragten Städten und Regionen in Europa sind lediglich 22 attraktiver für Investoren: Unter den "Top 25 Most Attractive for FDI" steht Flensburg noch vor Marid und Budapest. 2006 und 2007 habe es rund 160 Millionen Euro gewerbliche Investitionen in die Region Flensburg gegeben: "Damit hat sich das Invstitionsklima fast verzehnfacht", sagt Matthiesen, und als Exportstandort sei Flensburg mit einer Quote zwischen 70 un 80 Prozent seit eh und je Spitzenreiter. Ob Arbeitskosten, Mieten oder Lebenshaltungskosten und Inrastruktur, aber auch ausländische direktinvstitionen - überall stehe Flensburg heute gut da. Und die Nähe zu Dänemark, früher als Grenzlage belächelt, sei heute Alleinstellungsmerkmal: "Die Dänen investieren immer stärker in Flensburg."
"Exzellentes Gütesiegel für Flensburg"
So hat es Flensburg auf Platz 4 in Europa unter den Top Ten der "Micro European Cities" unter 100 000 Einwohner gebracht - und dabei immerhin vorneme Standorte wie Baden-Baden auf die Plätze verwiesen.

"Platz 4 unter allen kleineren Zentren Europas ist ein herausragendes Ergebnis und ein exzellentes Gütesiegel für Flensburg", findet auch Peter Michael Stein, Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg. Auch die enorme Attraktivität der Stadt für ausländische Direktinvestitionen ist für den IHK-Chef ein positives Signal. Hier liegt Flensburg mit Platz 23 unter allen Städten und Regionen des Kontinents nicht nur vor Madrid, sondern auch in Deutschland auf Platz 3 hinter Leipzig und Berlin - vor Hamburg oder München.

Das gute Abschneiden im internationalen Ranking des "Foreign Direct Investment Magazine" zum Thema "Europäische Städte und Zukunftsregionen 2008/09" hat für ihn mehrere Gründe. "Wir haben in Flensburg ein günstiges Verhältnis von Arbeitskosten und Qualifikation der Arbeitskräfte, gerade im nationalen Vergleich schneiden wir hier sehr gut ab." Dabei nennt er auch überdurchschnittliche Sprachkenntnisse, die in die Bewertung einflossen: "Hier profitiert Flensburg abermals vom grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum", sagt Stein. Und: Für das gute Ergebnis sei auch die hohe Lebensqualität an der Förde verantwortlich - mit moderaten Lebenshaltungskosten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen