Mit Wasser aufgeschwemmt : Fisch in Supermärkten oft "gepanscht"

Mit Wasser künstlich schwerer gemacht: So kommen Fisch und Garnelen in die Supermärkte. Das ist zwar nicht verboten, muss aber gekennzeichnet werden.

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18. März 2013, 10:00 Uhr

Hamburg | Fisch und Garnelen aus dem Supermarkt werden laut Recherche des NDR-Verbraucher- und Wirtschaftsmagazins "Markt" häufig "gepanscht". Diese Produkte würden mit Wasser schwerer gemacht, um sie dann teurer zu verkaufen. Laut NDR seien 23 Fische "stichpunktartig" eingekauft worden, um sie auf Fremdwasser und Zusatzstoffe untersuchen zu lassen. Zwölf davon waren auffällig und wurden ins Labor geschickt - bei fünf sei ein künstlich erhöhter Wassergehalt festgestellt worden.

Fast jede vierte Stichprobe von Scholle, Pangasius und Garnelen war mit Fremdwasser aufgeschwemmt. "Es ist nicht verboten, einem Produkt Wasser zuzusetzen", erklärte Elke Müller-Hohe von der Gesellschaft Deutscher Chemiker, die zugleich im Landesuntersuchungsamt in Freiburg tätig ist. "Aber man muss es kenntlich machen, so dass der Verbraucher diese Produkte von unbehandelten unterscheiden kann." Bei den gepanschten Produkten aus der "Markt"-Stichprobe hatte lediglich ein Hersteller den Einsatz von Zusatzstoffen deklariert.

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