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Landtag Kiel : Finanzspritze für die Geburtshilfe

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45.000 Euro stellt der Kieler Landtag für die schwierige Lage von Hebammen und Gynäkologen zur Verfügung. Hintergrund ist der Rückgang der Geburtenrate.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2013 | 13:52 Uhr

Kiel | Mit einem eigenen Landeskonzept will der Landtag die schwierige Lage von Hebammen und Gynäkologen im Land verbessern. „Die Menschen erwarten, dass die Politik Geburtshilfe sicherstellt“, sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) am Donnerstag im Landtag. Für die Realisierung eines Konzepts im Land stellte der Landtag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen 45.000 Euro im Haushalt 2014 zur Verfügung.

Hintergrund ist der Rückgang der Geburtenrate. Vor allem in den ländlichen Regionen des Landes kommen immer weniger Kinder zur Welt. Die Arbeit als Hebamme oder Gynäkologe ist für viele durch hohe Versicherungsbeiträge und niedrige Honorare für die Geburtshelfer zunehmend unattraktiv geworden. Der Landtag forderte die Regierung auf, einen Bundesratsinitiative auf den Weg zu bringen. Das Parlament schlägt unter anderem die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Berufshaftpflichtversicherung vor.

Weiter unklar ist in diesem Zusammenhang die Zukunft der Geburtshilfe auf Sylt. Derzeit würden mehrere Möglichkeiten geprüft, wie die Geburtshilfe auf der Nordseeinsel weiterbestehen könne, sagte Alheit. Diese Gespräche würden am Freitag auf Sylt fortgesetzt. Klinikbetreiber Asklepios hatte angekündigt, die Geburtshilfe Anfang 2014 schließen zu müssen.

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