zur Navigation springen

Nach Brand in Dithmarschen : Feuerwehrmann in Marne: Todesursache ist weiter unklar

vom

Die Trauer um den verstorbenen Feuerwehrmann ist groß. Noch immer suchen Experten nach der Todesursache.

Marne | Nach dem Tod eines Marner Feuerwehrmannes bei einem Löscheinsatz am Wochenende suchen Experten weiter nach den Ursachen. Die Brandursache war am Dienstag noch unklar, die genaue Todesursache des Feuerwehrmanns ebenfalls, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Itzehoe.

Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Dithmarschen war der tödlich verunglückte 31-jährige Feuerwehrmann seit 13 Jahren für die Freiwillige Feuerwehr Marne im Einsatz. Er galt als erfahrener Atemschutzgeräteträger. Er musste am Sonntag für die Löscharbeiten in das brennende Haus. Nach Angaben des Amtswehrführers soll das Feuer dann plötzlich „durchgezündet“ haben - dass heißt, es habe sich in Bruchteilen von Sekunden sehr stark vergrößert.

Das Feuer war am Sonntag in einem Eisenwarengeschäft in Marne ausgebrochen, das Ende des Jahres geschlossen werden sollte. Das dreigeschossige Gebäude wurde durch Flammen und Löschwasser völlig zerstört. Den Sachschaden schätzte die Kriminalpolizei auf 1,5 Millionen Euro.

Die Situation in Marne ist gespenstisch: Nach dem Tod eines Feuerwehrmannes ist die Gemeinde geschockt. Immer wieder kommen Einwohner zu dem Haus, in dem der 31-Jährige gestorben ist. Ihre Gesichter sind versteinert. Sie legen Blumen nieder und zünden Kerzen an. Die sonst viel befahrene B5 ist gesperrt. Es ist erstaunlich still. Vereinzelt sind Kamerateams großer Fernsehsender vor Ort. Doch keiner will ihnen Auskunft geben. „Bitte nehmen Sie Rücksicht“, sagt ein Anwohner. „Wir sind in tiefer Trauer.“

Es ist das erste Mal seit neun Jahren, dass ein Feuerwehrmann aus Schleswig-Holstein bei einem Einsatz ums Leben gekommen ist. Zuletzt war im Dezember 2006 ein Rettungstaucher der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe bei einem Einsatz ums Leben gekommen.

Bürgermeister Klaus Braak ordnete in Absprache mit Amtsvorsteher Harm Schloe die Trauerbeflaggung an. Der Tod des 31-Jährigen „ist ein tragischer Verlust nicht nur für die Gemeinde, sondern für die gesamten Feuerwehren im Land“, sagte Braak am Montag.

Der tödliche Unfall hat Trauer und Entsetzen bei den Feuerwehren des Landes Schleswig-Holstein ausgelöst. Im sozialen Netzwerk Facebook trauern einige Feuerwehren um ihren Kameraden.

Bei einem Brandeinsatz in Marne ist ein Kamerad der örtlichen Feuerwehr tötlich verunglückt. Wir trauern um den...

Posted by Feuerwehr Quickborn on  Sonntag, 6. Dezember 2015

Uns ereilte heute die schreckliche Nachricht über den Tod eines dithmarscher Feuerwehrkameraden.Wir wünschen allen...

Posted by Feuerwehr Itzehoe on  Sonntag, 6. Dezember 2015

Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Pinneberg trauern mit den Angehörigen des in Marne t...

Posted by Feuerwehr Pinneberg on  Sonntag, 6. Dezember 2015

Landesbrandmeister Detlef Radtke, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, und Dithmarschens Kreiswehrführer Hans-Hermann Peters zeigten sich zutiefst betroffen: „Unser tiefes Mitgefühl gilt in erster Linie den Angehörigen des Kameraden, aber auch den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Marne.“ Die Kameraden aus Marne werden seelsorgerisch betreut.

Das Feuer brach am Sonntagmorgen in Haus in Marne aus.

Das Feuer brach am Sonntagmorgen in Haus in Marne aus.

Foto: Karsten Schröder
 

Der Feuerwehrmann musste am Sonntag für die Löscharbeiten in das brennende Haus. Nach Angaben der Feuerwehr konnten ihn seine Kollegen nur noch tot aus einem Gebäude bergen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Dez.2015 | 14:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert