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Landesfeuerwehrversammlung : Feuerwehren: Mitgliederschwund abgeschwächt

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Die Feuerwehr in Schleswig-Holstein ist im Dauereinsatz. Da hilft es, dass der Mitgliederschwund bei den Freiwilligen Feuerwehren gebremst wurde. Und bei den Frauen verbuchen sie sogar einen Zuwachs.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 10:51 Uhr

Lübeck | Knapp 10.000 Brände im Jahr bekämpft, fast 28.000 Mal technische Hilfe oder andere Einsätze geleistet und dann auch noch 5000 Mal falscher Alarm - die Feuerwehren in Schleswig-Holstein sind rund um die Uhr gefordert. Die Freiwilligen Feuerwehren stellen dabei trotz eines leichten Rückgangs weiter den Löwenanteil der insgesamt gut 59.000 Mitglieder. Im vergangenen Jahr waren es bei der Freiwilligen Feuerwehr noch 49.104 Mitglieder und damit 265 weniger als 2012, wie Landesbrandmeister Detlef Radtke am Samstag auf der Landesfeuerwehrversammlung in Lübeck berichtete. Damit hat sich der Mitgliederrückgang aber immerhin abgeschwächt, denn 2012 gab es noch ein Minus von 453 Männern und Frauen. Die Zahl der Wehren sank 2013 leicht von 1377 auf  Erfreut gab Radtke bekannt, dass die Zahl der weiblichen Einsatzkräfte erneut wuchs, und zwar von 129 auf 3777. Das Thema Frauen sei in der Feuerwehr längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden, resümierte Radtke.

Aus seiner Sicht haben die seit Jahren vom Verband forcierten Image- und Werbekampagnen dazu beigetragen, dass der Mitgliederrückgang bei den Freiwilligen Feuerwehren nicht mehr so stark ist. Deren einzigartiges Hilfeleistungssystem zu sichern und zu stärken, sei eine gesellschaftliche Gesamtaufgabe. „Wer sich in einer Freiwilligen Feuerwehr engagiert, hilft nicht nur anderen, sondern tut auch viel für sich“, sagte Radtke. „Eine tiefe innere Bestätigung gepaart mit fundierter technischer Ausbildung und jeder Menge sozialer Kompetenz sind Attribute, die sowohl in der Jugendfeuerwehr wie auch in den Einsatzabteilungen deutlich zu spüren sind.“

Der Landesbrandmeister rief alle Gemeinden auf, gemeinsam mit ihrer jeweiligen Feuerwehr die Entwicklung zu analysieren und sich um neue Mitglieder zu bemühen. Die Bürgermeister müssten dies überall zur Chefsache machen. „Da gibt es noch viel Nachholbedarf.“ Innen-Staatssekretär Bernd Küpperbusch lobte den Landesfeuerwehrverband für seine Initiativen und Aktionen zur Mitgliederwerbung. „Sie treten damit einem gesellschaftlichen Trend und einer demografischen Entwicklung entschlossen entgegen, um auch in Zukunft ein leistungsfähiges Feuerwehrwesen in Schleswig-Holstein sicherzustellen.“ Die Feuerwehren sollten ihre Kampagnen gegen den Mitgliederschwund fortführen und ausbauen.

Weitere Informationen rund um die Feuerwehren in Schleswig-Holstein gibt es auf unserer Themenseite.

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