Weihnachtshochwasser 2014 : Feuerwehr beendet Hochwasser-Einsätze in SH und Hamburg

Die Lise-Meitner-Straße in Flensburg ist an Heiligabend überschwemmt. Der ein oder andere fährt trotzdem weiter.
Die Lise-Meitner-Straße in Flensburg ist an Heiligabend überschwemmt. Der ein oder andere fährt trotzdem weiter.

Die Feuerwehren in SH und Hamburg schauen auf ein einsatzreiches Weihnachtsfest zurück. Nach dem schlimmsten Hochwasser seit Jahrzehnten sind sie mit den Einsatzabläufen zufrieden.

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27. Dezember 2014, 10:23 Uhr

Kiel/Hamburg | Nach dem Weihnachtshochwasser im Norden sind die Pegelstände allerorts rückläufig. Die Einsätze in Schleswig-Holstein konnten nach und nach beendet werden, in einigen Bereichen beobachtet die Feuerwehr die Lage noch, hieß es am Samstag bei den Regionalleitstellen.

In Wrist (Kreis Steinburg) pumpten die Einsatzkräfte am Samstagmorgen noch Wasser aus einem 300 Hektar großen Überschwemmungsgebiet hinter einem Deich ab. In der Innenstadt von Kellinghusen (Kreis Steinburg) war am Samstagmorgen eine Straße wegen Überschwemmung voll gesperrt – im Laufe des Tages sollte sie jedoch wieder freigegeben werden.

In Hamburg waren die Wasserstände der überschwemmten Gebiete bereits in der Nacht zum Freitag weitgehend stabil. Die offizielle Hochwasserwarnung der Innenbehörde wurde dann zurückgenommen.

Die Einsätze seien ohne Komplikationen verlaufen, sagte ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr am Samstag. Für den Notfall habe man genügend Sandsäcke vorrätig gehabt. Auch die Feuerwehr in Schleswig-Holstein ist mit den Einsätzen zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen den Behörden sei „ruhig und besonnen“ abgelaufen, sagte ein Sprecher der Leitstelle Elmshorn. In den vergangenen Jahren hätten die Einsatzkräfte an Hochwasser-Routine gewonnen.

Allein im Bereich der Leitstelle verzeichnete die Feuerwehr seit dem 23. Dezember 130 wetterbedingte Einsätze, von denen einige mehr als 48 Stunden dauerten. Nach tagelangem Dauerregen hatten viele Flüsse in Schleswig-Holstein und Hamburg extrem hohe Pegelstände erreicht.

Zwar gebe es gelegentlich regionale Überschwemmungen, aber dass flächendeckend fast alle kleineren Flüsse in Schleswig-Holstein Hochwasser führen und auf Dämme und Deiche drücken, sei sehr selten, hatte Florian Gottschalk vom Technischen Hilfswerk (THW) in Norderstedt am Freitag gesagt. Ähnliche Lagen habe es zuletzt 1978 und 1954 gegeben.

Eine Bilanz der durch die Überschwemmungen entstandenen Schäden soll erst in den nächsten Tagen vorliegen.

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