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Baden in der Ostsee : Feuerquallen: Wie Sie eine Verbrennung behandeln sollten

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Besonders bei auflandigem Wind werden die glibbrigen Tiere mit ihren giftigen Fäden an unsere Badestrände gespült.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2017 | 21:17 Uhr

Es ist Urlaubszeit in Schleswig-Holstein, und die Badestrände füllen sich. Auch ungebetene Badegäste tümmeln sich im Wasser: Quallen. Die meisten fühlen sich zwar glibbrig und eklig an, sind für Badegäste jedoch ungefährlich.

Nicht nur glibbrig sondern auch gefährlich ist die gelbe Nesselqualle - auch bekannt als „Feuerqualle“. Ihre Verbrennungen können starke Schmerzen und Juckreiz hervorrufen. Besonders bei auflandigem Wind werden die Tiere an die Ufer und somit auch an unsere Badestrände gespült.

Quallen sind Nesseltiere. In der deutschen Nord- und Ostsee gibt es verschiedene Quallen. Gefährlich ist bei uns nur die Feuerqualle: Wenn man ihre feinen, langen Ärmchen berührt, brennt die Haut stark und wird rot. Die Feuerqualle besitzt an ihren langen Fangarmen sogenannte Nesselkapseln. Die Nesselzellen werden zum Beutefang oder zur Verteidigung eingesetzt. Bei Kontakt mit der Haut brechen diese ab und injizieren ein Nervengift. Da das Gift, ist es erst einmal im Körper, sich nicht mehr entfernen lässt, sind Sofortmaßnahmen besonders wichtig.

Die Nesseln, die an der Haut kleben, müssen also entfernt werden. Wie und womit - da gibt es jede Menge Hausmittel und Tipps. In folgenden Punkten ist man sich jedoch einig:

1. Haut abwaschen

Hier gilt: kein Süßwasser! Dies würde dazu führen, dass die restlichen Nesselkapseln, die sich auf der Haut befinden aufplatzen und ihr Gift absondern. Am besten eignet sich Meerwasser, da dies für die Qualle eine gewohnte Umgebung ist und keine Reaktion in den Nesselzellen auslöst.

2. Nesseln entfernen

Wie genau man die Nesseln am besten entfernt ist umstritten. Viele Taucher berichten davon, dass es helfe, Sand über die betroffenen Stellen zu streuen. Sobald dieser trocknet, bleiben die Nesselfäden darin hängen und können dann mit einem stumpfen Gegenstand (z.B. Bankkarte) vorsichtig abgeschabt werden. Sehr bekannt ist auch der Ratschlag, Rasierschaum auf die Hautstellen aufzutragen und diesen in getrocknetem Zustand abzuschaben. Auf keinen Fall sollte man versuchen, die Quallenfäden mit einem Handtuch oder den bloßen Händen abzureiben.

3. Verbrennungen versorgen

Sobald die Nesseln erfolgreich entfernt wurden, sollte die Wunde gekühlt werden. Salben oder Gels können helfen, den Juckreiz und die Schmerzen zu lindern. Ein sehr gängiges Mittel ist Fenistil. Wegen des kühlenden Effekts sollten Gels den Salben vorgezogen werden.

4. Wann sollte ein Notarzt gerufen werden?

Wenn der Beftroffene sehr großflächige Verbrennungen hat oder unter starken Schmerzen leidet, sollte man den Rettungsdienst alamieren. Ebenso kann es vorkommen, dass das Gift beim Betroffenen sehr starke allergische Reaktionen hervorruft und ein allergischer Schock droht. In diesem Fall sollte möglichst frühzeitig ein Notarzt gerufen werden. Wenn man unsicher ist, was den Schweregrad  der Verbrennung angeht, sollte man den Rettungsdienst (z.B. DLRG) vorort hinzuziehen.

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