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Wahlstedt bei Segeberg : Feuer macht 40 Menschen obdachlos

vom

Dramatischer Großeinsatz in Wahlstedt: Die Feuerwehr rettet Männer, Frauen und Kinder per Drehleiter aus einem brennenden Wohnblock.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2014 | 09:16 Uhr

Wahlstedt | Richtig frohe Ostern sehen anders aus: Rund 40 Bewohner eines Wohnblocks an der Bjerringbrostraße in Wahlstedt (Kreis Segeberg) sind am Abend des Karfreitag durch ein Feuer obdachlos geworden.15 von ihnen hatte die Feuerwehr über Leitern aus dem stark verqualmten Gebäude retten müssen, denn eine Flucht durch das Treppenhaus war aufgrund der tiefschwarzen Rauchschwaden nicht mehr möglich.

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, standen die Betroffenen schon auf ihren Balkonen oder an den Fenster und riefen laut um Hilfe. Sofort wurde Großalarm ausgelöst, auch mehrere Nachbarwehren rückten an. Über Steckleitern und mit Hilfe der Drehleiter aus Bad Segeberg wurden die Menschen - darunter auch einige Kinder - in Sicherheit gebracht. Einige mußten anschließend vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ernstere Personenschäden hat es aber nach ersten Einschätzungen nicht gegeben. Für die unverletzt gebliebenen Hausbewohner stellte die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Rettungsdienstes ein beheiztes Zelt auf und versorgte sie mit Getränken.

Schnell war klar, daß wegen der starken Qualm- und Rußbelastung eine Rückkehr in die Wohnungen bis auf weiteres nicht mehr möglich sein würde. Für diejenigen Hausbewohner, die über die Feiertage nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, bemüht sich die Gemeinde Wahlstedt um eine Ersatzunterkunft.

Der Bürgermeister und ein Vertreter des Ordnungsamtes waren vor Ort, um das Nötige zu regeln. Ausgebrochen war das Feuer offenbar in einem Kellerraum, möglicherweise war ein defekter Fernseher der Auslöser. Die verformten Überreste des Geräts wurden von Feuerwehrleuten ins Freie gebracht.

Das eigentliche Feuer war relativ schnell unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten und die Belüftungsmaßnahmen in dem Wohnblock zogen sich aber mehr als zwei Stunden hin. Dabei mußte eine sehr große Zahl an Atemschutzgeräteträgern eingesetzt werden. Ein LKW der Kreisfeuerwehrzentrale lieferte per Alarmfahrt ein großes Nachschub-Kontingent an Atemluftflaschen. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort.

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