Vogelfluglinie : Fehmarnsund: Bundestag plädiert für Tunnel

Die Fehmarnsundbrücke im Abendlicht: Die Brücke kommt an ihre Grenzen. Foto: Nyfeler
Die Fehmarnsundbrücke im Abendlicht: Die Brücke kommt an ihre Grenzen. Foto: Nyfeler

Wenn der Fehmarnbelttunnel fertig ist, wird die Fehmarnsundbrücke zum Engpass. Der Bundestag will auch den Sund untertunneln.

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30. Juni 2013, 08:11 Uhr

Berlin | Der Deutsche Bundestag hat sich für den Bau eines Tunnels zwischen der Insel Fehmarn und dem ostholsteinischen Festland ausgesprochen. Mit den Stimmen der schwarz-gelben Mehrheit forderte das Parlament die Bundesregierung auf, zu prüfen, ob beim Bau einer neuen Sundquerung "eine Tunnellösung in Betracht gezogen werden könnte".
Ein Tunnel stelle "am ehesten einen reibungslosen Verkehr auch bei widrigen Witterungsverhältnissen sicher". Ein neues Querungsbauwerk für den Fehmarnsund hält auch Schleswig-Holsteins Landesregierung für nötig, hat sich allerdings noch nicht auf Tunnel oder Brücke festgelegt.
Die bisherige Brücke wird mit der Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels nach Dänemark im Jahr 2021 zum Engpass. Denn während die Vogelfluglinie zwischen Hamburg und Kopenhagen dann fast durchgängig vier Autospuren und ab 2027 auch zwei Gleise aufweisen wird, führen über die Sundbrücke nur zwei Spuren und ein Gleis. Zudem muss sie bei Sturm oft gesperrt werden. Dennoch kritisierte die ostholsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn am Freitag den Beschluss des Bundestags. Mit dem Bau eines Sundtunnel würden die ohnehin schon hohen Kosten für den Ausbau der Anbindung zum Belt "um mindestens 500 Millionen Euro" auf drei bis vier Milliarden steigen, sagte Hagedorn.

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