Labinot aus Neumünster : Familie des getöteten Räubers legt Beschwerde ein

Blumen für den toten Labinot. Er starb mit 16 Jahren. Foto: dpa
Blumen für den toten Labinot. Er starb mit 16 Jahren. Foto: dpa

Die Familie des getöteten 16 Jahre alten Räubers Labinot S. aus Neumünster will sich mit der Einstellung des Prozesses gegen den Täter nicht zufriedengeben.

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08. August 2011, 09:14 Uhr

Notwehr oder Totschlag? Der Streit um den Tod des Intensivtäters Labinot S. aus Neumünster geht weiter: Seine Familie legte Beschwerde ein, nachdem die Ermittlungen gegen den Rentner aus Sittensen eingestellt worden waren. Der 77-Jährige hatte den Jugendlichen von hinten erschossen, nachdem dieser zusammen mit Kumpanen die Villa des Rentners überfallen hatte. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft handelte der Rentner in Notwehr. Der Rechtsbeistand der Familie des getöteten Jugendlichen legte nun Beschwerde gegen die Staatsanwaltschaft Stade ein, die die Ermittlungen gegen den Rentner wegen Verdachts auf Totschlag eingestellt hatte, berichtet die "Welt". Der Mann sagte der Zeitung, der 77-Jährige habe "ohne Verteidigungswillen gehandelt". Damit sei keine Notwehr gegeben.
(dpa, shz)

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