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Interaktive Karte : Fall der vermissten Familie aus Drage bei „Aktenzeichen XY...ungelöst“

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Der Vater wurde tot aus der Elbe gezogen, Mutter und Tochter sind noch immer vermisst. Die Polizei sucht weiter Zeugen.

Drage | Der Fall der vermissten Familie aus Drage im Landkreis Harburg (Niedersachsen) beschäftigt die ZDF-Sendung  „Aktenzeichen XY...ungelöst“ - die Folge wird am kommenden Mittwoch, um 20.15 Uhr, ausgestrahlt. Noch immer gibt es keine neue Spur hinsichtlich des Verbleibs von Mutter und Tochter.

Die Polizei sucht nach der 43-jährigen Mutter und ihrer zwölfjährigen Tochter aus Drage, die seit Ferienbeginn vermisst werden. Die beiden könnten einer Familientragödie zum Opfer gefallen sein. Der Vater der Familie war Ende Juli bei Lauenburg tot aus der Elbe geborgen worden. Er hatte sich allem Anschein nach selbst getötet und hatte sich einen 25 Kilo schweren Betonklotz an den Körper gebunden. Die Polizei schließt nicht aus, dass er vorher seine Frau und seine zwölfjährige Tochter umgebracht hat.

Einen neuen Zeugenaufruf verknüpfen die Ermittler mit der Ausstrahlung der Sendung: Am silberfarbenen Fahrrad, mit dem 41-Jährige seinen letzten Weg zur Elbbrücke der B209 bei Lauenburg antrat, befanden sich mehrere gelbe Spanngurte. Vermutlich hatte er sie auf diese Weise auch zur Brücke mitgebracht.

Die Polizei fragt: „Wem ist am 23. oder 24. Juli ein Mann mit einem silberfarbenen Fahrrad aufgefallen, der mehrere gelbe Spanngurte auf seinem Gepäckträger transportierte?“

Auf diesem Fahrrad war der Mann aus Drage unterwegs, bevor er starb.
Auf diesem Fahrrad war der Mann unterwegs, bevor er starb. Foto: Polizei

Weiterhin gibt es immer noch keine neuen Hinweise dazu, von wo der Mann am Morgen des 23. Juli mit dem grauen Dacia Sandero kam. Zeugen hatten ihn gegen 7.30 Uhr auf der Elbuferstraße in Höhe Stove, in Richtung Drage fahrend, gesehen.

Hinweise nimmt die 25-köpfige Sonderkommission unter der Telefonnummer 04181/285285 entgegen.

Vermisste Familie aus Drage: Das ist geschehen

21. Juli (Dienstag): Die Familie besucht nach Angaben der Polizei gemeinsam einen Pferdehof in der Nähe von Drage.
22. Juli (Mittwoch): Letzter Schultag in Niedersachsen. Die Mutter wird das letzte Mal lebend gesehen, an ihrer Arbeitsstelle bei einem Discounter. Die Polizei geht davon aus, dass zu diesem Zeitpunkt auch die Tochter noch lebt.


23. Juli (Donnerstag): Zeugen wollen den Vater am Morgen im Auto der Frau an der Elbe auf dem Weg von Stove nach Drage gesehen haben.
24. Juli (Freitag): Der Arbeitgeber der Frau ruft bei der Polizei an und meldet sie als vermisst. Beamte aus Winsen (Luhe) kommen, das Haus wird wenig später geöffnet.
25. Juli (Samstag): Die Polizei sucht mit Unterstützung der Feuerwehr in Drage weiter nach den Vermissten. Ein Hubschrauber steigt auf.
27. Juli (Montag): Die Polizei geht an die Öffentlichkeit, auch mit Fotos der drei Vermissten. Parallel wird auch mit Hunden gesucht.
28. Juli (Dienstag): Taucher suchen bei Drage an einer beliebten Badestelle nach den Vermissten.
30. Juli (Donnerstag): Eine Sonderkommission wird eingerichtet. Die Zahl der Ermittler wird von 15 auf 25 erhöht. In Winsen wird am Bahnhof das Herrenfahrrad des 41-Jährigen gefunden. Die Polizei richtet eine eigene Hotline für Hinweise ein.


31. Juli (Freitag): In Lauenburg wird ein Ertrunkener geborgen, es ist der vermisste Vater. Die Polizei schließt Fremdverschulden aus.
Noch in der Nacht finden Taucher der Feuerwehr ein Damenfahrrad aus dem Besitz der Familie im Fluss unter der Brücke, von der der 41-Jährige in die Elbe gesprungen sein soll. Rund 50 Polizisten und Feuerwehrleute sind im Einsatz.
1. August (Samstag): Polizeitaucher und ein Sonarboot suchen bei Lauenburg weiter nach der vermissten Frau und ihrer Tochter.
4. August (Dienstag): Die Taucher suchen erneut in der Elbe bei Drage nach der Frau und dem Kind. Mittlerweile sei die Vermutung einer Familientragödie relativ groß geworden, heißt es von der Polizei.
5. August (Mittwoch): Mehr als 100 Polizisten und sechs Leichenspürhunde durchsuchen das Deichvorland bei Drage. Weitere Suchmaßnahmen seien zunächst nicht geplant, heißt es danach - es gebe keine konkreten Anhaltspunkte.
12. August (Mittwoch): Die Polizei sucht in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ nach möglichen Zeugen.

17. August (Montag): Nach einem neuen Hinweis suchen Polizeitaucher am Nachmittag den Seppenser Mühlenteich in Buchholz in Niedersachsen ab.

20. August (Donnerstag): Die Suche in Holm-Seppensen wird ergebnislos eingestellt.

25. August (Dienstag): Die Sonderkommission wird auf drei Mitarbeiter reduziert, später auf einen.

19. Oktober (Montag): Taucher suchen ohne Erfolg die Elbe bei Hoopte ab.

2. November (Montag): Die Polizei sucht am Elbufer bei Geesthacht auf der schleswig-holsteinischen Seite, gefunden wird nichts.

März 2016: Die Sonderkommission wird endgültig aufgelöst.

Ende Mai 2016: Bei Radbruch sucht die Polizei mit Spürhunden, gefunden wird nichts.

29. Juni: 2016: Der Fall ist erneut Thema bei „Aktenzeichen XY ...ungelöst“. 40 Hinweise gehen ein, die von der Polizei ausgewertet werden.

 

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erstellt am 10.Aug.2015 | 16:12 Uhr

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