Oliver Malchau : Eutiner Kripochef will Bundesvorsitz in der Polizeigewerkschaft

Oliver Malchow aus Eutin bewirbt sich um den Bundesvorsitz der Gewerkschaft der Polizei. Die Entscheidung fällt am 14. Mai

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28. April 2013, 03:27 Uhr

Eutin | Erstmals in der Geschichte der Gewerkschaft der Polizei (GdP) kandidiert ein Ordnungshüter aus Schleswig-Holstein für den Bundesvorsitz: Oliver Malchow (49), Kripochef in Eutin, bewirbt sich um die Nachfolge des GdP-Bundesvorsitzenden Bernhard Witthaut. Die Entscheidung fällt am 14. Mai; zweiter Kandidat fürs GdP-Spitzenamt ist Jörg Radek (53), Personalrat aus Uelzen in der Bundespolizei.

Die Neuwahl des hauptamtlichen Bundesvorsitzenden wird notwendig, weil der bisherige Amtsinhaber Bernhard Witthaut im Zuge der Neubesetzungen wichtiger Polizeifunktionen nach dem Regierungswechsel in Hannover überraschend als Polizeipräsident von Osnabrück in den Staatsdienst zurückkehrte. Er war erst Ende 2010 zum Nachfolger des langjährigen GdP-Chefs Konrad Freiberg gewählt worden, die Amtszeit läuft noch bis zum nächsten GdP-Bundeskongress im November 2014. Sowohl Malchow als auch Radek sind seit 2010 Mitglied in der GdP-Führungsriege in Berlin. Malchow ist seit 1997 Landesvorsitzender der über 5000 Mitglieder starken Berufsvertretung der Polizisten in Schleswig-Holstein. Als Schwerpunkte seiner Gewerkschaftsarbeit definierte er zuletzt eine gerechte Bewertung der Polizei und des Justizvollzugsdienstes, dem Kampf gegen eine weitere Arbeitsverdichtung sowie das Eindämmen der Gewaltakte gegen Polizeibeamte. Auch im Landesdienst hat er gerade einen Karrieresprung hingelegt: Er ist künftig Chef der Kriminalpolizei in Kiel und im Kreis Plön.

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