Kaltenkirchen : Europas größter Hochseilgarten

Sportler klettern in Kaltenkirchens Hochseilgarten. Die neue Attraktion öffnet an diesem Sonntag in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg). Foto: dpa
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Sportler klettern in Kaltenkirchens Hochseilgarten. Die neue Attraktion öffnet an diesem Sonntag in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg). Foto: dpa

23 Meter über dem Erdboden klettern - das können Besucher ab sofort in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) - im Hochseilgarten, der als der größte Europas gilt.

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29. Juni 2008, 06:08 Uhr

Europas größter Hochseilgarten öffnet an diesem Sonntag in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg). In bis zu 23 Meter Höhe können Besucher gut gesichert klettern und insgesamt 60 verschiedene Übungen absolvieren. Nach Angaben von Projektleiterin Gerlinde Gensmantel gibt es in Europa keinen vergleichbaren Hochseilgarten mit 25 Meter hohen Baumstämmen. Die Hamburger Halimos AG, die rund eine halbe Million Euro in die Anlage investiert hat, rechnet mit bis zu 500 Besuchern täglich, überwiegend Unternehmensgruppen. Aber auch einzelne Interessenten können jeweils am letzten Sonntag im Monat unter fächmännischer Anleitung klettern.

Das Unternehmen hat bereits Erfahrung mit einer kleineren Anlage in Elmshorn (Kreis Pinneberg). "Das Klettern im Hochseilgarten ist in den vergangenen fünf Jahren sehr populär geworden", sagte Gensmantel. Unternehmen nutzen einen Klettertag gerne, um Mitarbeitergruppen vom Auszubildenden bis zum Manager als Team außerhalb des eigentlichen Berufs zusammen eine besondere Erfahrung machen zu lassen.
"Die Karabinerhaken können nicht unbeabsichtigt geöffnet werden"

Wie hoch der Sicherheitsstandard ist, demonstrierte Übungsleiter Marc Stahl, der am Freitag mit mehreren Kollegen erste Eindrücke auf der Anlage sammelte. Mit einem Klettergeschirr, so wie es auch Bergsteiger benutzen, ist jeder Teilnehmer immer zweifach gesichert. "Die Karabinerhaken können nicht unbeabsichtigt geöffnet werden", sagte der 27 Jahre alte Student, der bisher im Hochseilgarten Elmshorn gearbeitet hat. "Der größte Unterschied ist die Höhe der Anlage." Für die Teilnehmer sei eine gute Körperbeherrschung wichtiger als Kraft, sagte Stahl und folgte seinen Kollegen auf eine etwa 18 Meter hohe Plattform, von der aus einige Übungen beginnen.

Damit Übermütige nicht auf die Idee kommen, nachts unerlaubt auf der Anlage zu klettern, werden an jedem Abend die Tritte der untersten fünf Meter an den Stämmen entfernt und herunterhängende Seile auf diese Höhe eingezogen. Vor dem ersten Aufstieg vergewissern sich die Mitarbeiter an jedem Tag, ob alle Abspannseile in Ordnung und alle Verbindungen fest angezogen sind. "Sicherheit ist ganz entscheidend", betonte Gensmantel. Deshalb seien Konstruktion und Aufbau der Anlage auch mehrfach kontrolliert worden.

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