Sylt : Erstes Kegelrobbenbaby der Saison

Ein Kegelrobbenbaby räkelt sich 2006 im Sand auf Helgoland. Foto: dpa
Ein Kegelrobbenbaby räkelt sich 2006 im Sand auf Helgoland. Foto: dpa

An der Küste wurde das erste Robbenbaby des Winters auf einer Sandbank vor Sylt geboren. In der Nordsee hat damit die Kegelrobben-Saison begonnen.

Avatar_shz von
10. Dezember 2007, 06:32 Uhr

Die frohe Botschaft teilte Chirstof Goetze mit, Sprecher der "Schutzstation Wattenmeer". Auf der Hochseeinsel Helgoland werden bereits sechs weiß bepelzte "Kegler" von ihren Müttern gesäugt. Robbenmilch enthält bis zu 50 Prozent Fett, so dass die Jungen täglich um bis zu 1,8 Kilogramm zunehmen.
Mitarbeiter der Naturschutzverbände halten in dieser Zeit Störungen von dem niedlichen Robbennachwuchs fern und informieren vor Ort die Spaziergänger. "Das von der Schutzstation Wattenmeer entwickelte Konzept der "flexiblen Ruhezone" hat sich seit nunmehr 20 Jahren bewährt", sagte die Leiterin des Kegelrobbenschutzprojektes der Schutzstation, Silvia Gaus. Die Mitarbeiter seien stolz darauf, dass dies erfolgreiche Konzept nun auch im niedersächsischen Nationalpark angewandt wird.
Auf Helgoland wohnen Robbe und Mensch nebeneinander
An Deutschlands Küsten sind die bis zu drei Meter langen und 320 Kilogramm schweren Raubtiere relativ selten. Zur Zeit gibt es im Wattenmeer vier Kolonien mit Jungenaufzucht: eine nahe der westfriesischen Insel Terschelling (Niederlande), zwei auf Sandbänken nahe Juist und nahe Amrum sowie seit 2001 eine auf der Düne bei Helgoland. Dabei ist Helgoland die einzige feste Kolonie der Kegelrobben in unmittelbarer Nähe der Zivilisation in Deutschland.
Außerhalb der Fortpflanzungszeit leben die Tiere dieser Kolonien an verschiedenen Orten der Nordsee - zum Teil gemeinsam mit Seehunden. Kegelrobben können bis zu 140 Meter tief tauchen und 20 Minuten lang unter Wasser bleiben. Auf ihrem Speiseplan stehen neben Lachsen, Dorschen und Heringen auch Makrelen und Schollen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen