DAK-Analyse : Erkältungswelle ließ Krankschreibungen in SH 2017 ansteigen

Wenn die Bronchien durch Viren gereizt werden, kommt es zum Hustenreflex - er ist das erste und wichtigste Symptom einer akuten Bronchitis.
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Ein Patient mir Hustenreflex.

Grippale Infekte und Atemwegserkrankungen zwangen die Arbeitnehmer 2017 deutlich öfter zum Heimbleiben.

shz.de von
30. Januar 2018, 11:10 Uhr

Der Krankenstand in Schleswig-Holstein ist 2017 von 3,9 auf 4,0 Prozent gestiegen und knapp jeder zweite schleswig-holsteinische Arbeitnehmer war mindestens einmal krankgeschrieben. Das geht aus einer neuen Erhebung der DAK-Gesundheit hervor. Beim Anstieg liegt SH aber unter dem Bundestrend.

Angetrieben wurde der Anstieg der Krankmeldungen nicht mehr wie in den Vorjahren durch häufigere Fälle von Depressionen: 2017 wird die Anhäufung durch die Zunahme langwieriger Infektionskrankheiten wie Bronchitis und Nasennebenhöhlenentzündungen begründet. Diese haben in Schleswig-Holstein um zehn Prozent zugenommen.

„Eine Erkältungswelle beeinflusst den Krankenstand eines Jahres. Trifft sie uns wie in 2017, hat dies negative Auswirkungen auf die Anzahl der Ausfalltage“, erklärte Cord-Eric Lubinski, der Leiter der DAK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, die Entwicklung. Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg im feuchten Jahr 2017 um knapp zwölf Prozent im Vergleich zu 2016. Erwachsene waren demnach im Durchschnitt vier Mal, Kinder bis zu zehn Mal erkältet.

Der häufigste Grund für Arbeitsausfälle waren erneut Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Sie verursachten fast 3,2 Fehltage pro Versichtertem. Auf Rang zwei mit 268 Ausfalltagen folgen die psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Deutschlandweit ist der Krankenstand um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent gestiegen. Für die Analyse wurden 2,5 Millionen erwerbstätige Versicherte der Krankenkasse DAK-Gesundheit durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet.

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