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Touristen und Dauercamper : „Erfreuliche “Campingsaison in SH – Trend zum „Glamping“

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Die Campingplatz-Chefs in Schleswig-Holstein sind zufrieden. Auch wenn das Wetter im Norden nicht immer mitspielte, kamen in diesem Jahr wieder genügend Urlauber.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2015 | 09:16 Uhr

Wittenborn | Schleswig-Holsteins Campingplatz-Betreiber sind zufrieden mit dem Sommer 2015. „Die Saison war erfreulich“, sagte Gert Petzold vom Landesverband für Camping- und Wohnmobiltourismus. Zwar gab es nach einer guten Vorsaison im Juli wegen des zum Teil ungemütlichen Wetters weniger Anreisen, und die Urlauber blieben auch nicht lange. Doch „ein ausgesprochen guter August holte das wieder heraus“, sagte Petzold: „Wir haben bis Ende August ein leichtes Plus von knapp einem Prozent an Übernachtungen in diesem Jahr verzeichnet.“

In Schleswig-Holstein buhlen knapp 280 Campingplätze mit landesweit rund 65.000 Standplätzen um die Gunst der Urlauber. Der kleinste hat 22 Plätze, der größte um die 900, sagt Petzold. Ein Drittel steht den Touristen zur Verfügung. Die anderen Plätze sind von Dauercampern belegt oder es stehen dort Mietcaravans, Mietzelte beziehungsweise Mobilheime, „die dann aber auch wieder in der Vermietung sind“.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr auf Schleswig-Holsteins Campingplätzen rund 3,5 Millionen Übernachtungen im touristischen Bereich gezählt, sagt Petzold. „Dazu kommen noch die statistisch nicht erfassten rund 10 Millionen Dauer-Camper -  also unter dem Strich 13 bis 14 Millionen Übernachtungen.“

Die Platzbetreiber registrieren bei Touristen derzeit eine vermehrte Nachfrage nach Übernachtungen in Mietobjekten. Das kann ein High-Tech-Zelt sein mit separatem Wohn- und Schlafbereich sowie eigenem Bad, aber auch ein umgebauter historischer Zirkuswagen oder ein Mobilheim. „Das entspricht dem Wunsch vieler Gäste nach mehr Qualität und mehr Komfort, nach Luxus-Camping.“ Solches „Glamping“  - eine Wortschöpfung für „glamouröse Unterkünfte auf Campingplätzen“ - bieten in Schleswig-Holstein im Internet nur vier Plätze an. Aber „ein 5-Sterne-Platz bietet die ganze Palette, was unter Glamping heute verstanden wird“, sagt Petzold: „Ein hochwertiges Angebot unterschiedlicher, moderner Unterkunftsmöglichkeiten auf einem Campingplatz.“

Eltern mit einem Kind müssen für einen Wohnwagen-Standplatz samt Stromanschluss in den unteren Kategorien mit 22 bis 23 Euro pro Nacht rechnen - „für einen einfachen, naturnahen Platz, der sauber und ordentlich ist“. Die Preise können hoch gehen bis über 60 Euro. „Das sind dann Campingplätze mit umfangreichen Angeboten der Freizeitgestaltung mit Indoor- und Outdoor-Schwimmbad“, sagt Petzold.

Die Palette reiche von Bastelkurs in der Kinderanimation über Sport- und Segelkurse bis hin zu Reitangeboten und Theater- und Show-Acts.„Jeder Gast kann aus dem Angebot nach seinen speziellen Bedürfnissen auswählen“, sagt Petzold. „Wer die Pommes-Frites-Promenade in Grömitz liebt, der muss dorthin gehen. Wer das nicht will, sucht sich woanders ein kleines idyllisches Plätzchen.“

 

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