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Lübecker Schüler : Entschädigung für Opfer von Alkoholpanschern

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Eine Klassenfahrt in die Türkei endete für drei Lübecker Schüler tödlich. Die Familien der Toten erhalten Schmerzensgeld und Schadensersatz. Eine türkische Behörde ist laut Urteil verantwortlich für die Alkoholpanscherei.

Ankara | Die Angehörigen eines Lübecker Schülers, der 2009 in einem Hotel in der Türkei an gepanschtem Alkohol gestorben ist, erhalten Schmerzensgeld und Schadensersatz. Das habe ein Kassationsgericht in Ankara entscheiden, sagte der Anwalt der Familie, Frank-Eckhard Brand, am Mittwoch. Das Gericht habe seine Entscheidung damit begründet, dass die Panscher eine offizielle Zulassung für die Herstellung und den Vertrieb von Alkohol gehabt hätten und deshalb die Aufsichtsbehörden haften müssten. Dies erklärte Brand unter Berufung auf die türkische Anwältin der Familie, Deniz Yildirim. NDR 1 Welle Nord sagte sie, es sei das erste Mal, dass eine türkische Behörde im Fall von Alkoholpanscherei zu einer Entschädigungszahlung verurteilt worden sei.

Bei einer Klassenfahrt im März 2009 hatte die Schülergruppe aus Lübeck im Hotel "Anatolia Beach" in Kemer den tödlichen Alkohol getrunken. Die Schüler dachten, es sei Wodka. Der Schnaps war jedoch mit hochgiftigem Methylalkohol gepanscht. Ein 21-Jähriger starb an einer Methanolvergiftung, ein 17- und ein 19-Jähriger fielen ins Koma und starben später in der Uniklinik Lübeck.

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erstellt am 18.Sep.2013 | 16:33 Uhr

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