Nordakademie Elmshorn : Elbblick für Master-Studenten

Die Nordakademie will wachsen - und verlässt mit einem Teil ihres Bildungsangebotes Elmshorn. Der Hochschulstandort ist zu klein geworden.

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28. März 2013, 08:43 Uhr

Elmshorn/Hamburg | Ganz will die Hochschule Elmshorn aber nicht den Rücken kehren. Im Gegenteil: Auch am alten Campus soll nochmals kräftig investiert und das Angebot erweitert werden. "Wir haben drei neue Master-Studiengänge kreiert", berichtet Nordakademie-Präsident Professor Georg Plate. Bislang gab es nur einen, der in Elmshorn angesiedelt war. "Die Zielgruppe kommt vor allem aus Hamburg", so Plate weiter. Das seien vor allem Berufstätige, die nebenberuflich einen Master absolvieren wollen. Deswegen habe man nach einem zweiten Standort gesucht und in den Docklands das ideale Gebäude gefunden. Der repräsentative Bau an der Van-der-Smissen-Straße in Altona liegt direkt an der Elbe und erinnert in seiner Form an ein Schiff. Der Elbblick ist für künftige Studenten inklusive. Auch Interessenten sollen sich dort informieren können. Dafür mietete die Nordakademie die gesamte fünfte Etage an. Ab dem 1. Oktober soll am Hafen gelehrt werden.

Auch in Elmshorn soll es einige Neuerungen geben, verspricht Plate. "Wir dürfen uns über einen Neubau Gedanken machen." Der soll auf dem angestammten Gelände an der Köllner Chaussee entstehen und darf nach ersten Planungen bis zu vier Millionen Euro kosten. "Wir wollen weitere Professoren-Stellen schaffen", sagt Plate, "eventuell wird auch eine Modellfabrik aufgebaut". So könnten Studenten ihre Produkte selbst entwickeln und schließlich testweise in einer Mini-Serie an der Akademie auflegen.

"Weitere berufsbegleitende Studiengänge werden folgen"

Damit nicht genug: Das Angebot soll noch weiter ausgebaut werden. Bei den drei neuen Masterstudiengängen handelt es sich um Wirtschaftsinformatik, Marketing and Sales Management sowie Financial Management and Accounting. "Weitere berufsbegleitende Studiengänge werden folgen", sagt Plate. Schließlich ist die Nordakademie seit 2012 systemakkreditiert, darf also selbstständig Studiengänge entwickeln und einführen. Angst vor der Konkurrenz der Hamburger Universitäten hat Plate nicht: "Wir haben eine Absolventenquote von bis zu 90 Prozent", Studienabbrecher gebe es kaum. Das sei auf das spezielle Auswahlverfahren der Hochschule zurückzuführen. Dank der Systemakkreditierung soll nun auch ein neues Weiterbildungskonzept entwickelt werden. Teilnehmer können dann berufsbegleitend einzelne Kurse statt eines kompletten Studiengangs besuchen. Die so erworbenen Credits werden bei Masterstudiengängen dann angerechnet. Das soll eine höhere Flexibilität ermöglichen.

In Elmshorn sollen künftig ausschließlich die Bachelor studiengänge angeboten werden. Neu im Programm soll bald der Studiengang "Angewandte Informatik" sein.

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