Sabine Kaack : "Ein tolles Pendant zum Jugendwahn"

Schirmherrin Sabine Kaack ist begeistert vom Top Ten Model-Wettbewerb des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags.

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14. März 2013, 11:34 Uhr

Was bedeutet Mode für Sie?
Ich liebe Mode. Wenn ich nicht gerade bei Schietwetter mit dem Hund raus gehe, achte ich immer darauf, gut angezogen zu sein. So fühle ich mich einfach wohler und auch sicherer. Mit schönen Schnitten und Materialien lässt sich Weiblichkeit wunderbar leben.

Nutzen Frauen diese Gestaltungs-Chance für ein gutes Lebensgefühl?
Wenn ich durch die Stadt gehe, denke ich mir schon so manches Mal: Schade, dass nicht mehr Frauen mehr aus sich und ihren Vorzügen machen.

Haben Sie als kleines Mädchen heimlich den Lippenstift, die Schuhe oder Kleider Ihrer Mutter ausprobiert?
Natürlich, das war wunderbar. Ich habe mich dabei als große Dame gefühlt. Gerne bin ich auch ins Schlafzimmer geschlichen und habe zugeschaut, wie meine Mutter sich fürs Ausgehen zurecht gemacht hat. Wie sie sich vor dem ausklappbaren Spiegel schminkte, elegant ihre Seidenstrümpfe überstreifte und sich sorgsam die Fingernägel lackierte. Das war ein geborgenes Gefühl.

Was macht eine attraktive Frau aus?
Ganz klar die Ausstrahlung - in jedem Alter. Einen unglaublichen Eindruck auf mich hat die Mutter von Naomi Camphell auf der Fashion Week in Berlin hinterlassen - diese Haltung, dieser Stolz auf dem Laufsteg. Und dieses Strahlen, das kann nur von innen kommen, das kann man nicht schminken. Ist eine Frau mit sich und ihrem Leben unzufrieden, dann strahlt sie das auch aus.

In welchem Stil fühlen Sie sich wohl?
Ich fühle mich nicht jeden Tag gleich. Gerne trage ich dunkle Hosen. Mit Stiefeln, Jackett und farbigen Accessoires fühle ich mich gut gekleidet. Begeistert bin ich auch vom kleinen Schwarzen - einfach elegant, chic und bequem. Im Sommer, wenn die Haut nicht mehr blass ist, trage ich auch gerne Weiß.

Was halten Sie von unserem Top Ten Model-Wettbewerb, durch den wir gestandene Frauen mit Esprit und Spaß an Mode jenseits der 45 suchen?
Davon war ich sofort begeistert. Ein tolles und wichtiges Pendant zu den vom Jugendwahn geprägten Model Casting-Shows im Fernsehen. Ich freue mich sehr darauf, wunderbare, lebensfrohe Schleswig-Holsteinerinnen mitten aus dem Leben kennen zu lernen. Sie haben es verdient, durch diesen Wettbewerb in den Mittelpunkt gerückt zu werden.

Erstmals casten wir auch Männer. Ist Mode noch immer vor allem Frauensache?
In Berlin zum Glück nicht. Dort gibt es viele gut angezogene, modisch sehenswerte Männer.

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