Umfrage : Durchwachsenes Wetter verhagelt Freibädern Saison

Besucher am Beckenrand. Die norddeutschen Freibäder sind mit der Saison 2008 nicht zufrieden. Foto: dpa
Besucher am Beckenrand. Die norddeutschen Freibäder sind mit der Saison 2008 nicht zufrieden. Foto: dpa

Die Freibadbetreiber in Norddeutschland sind mit dem Sommer 2008 unzufrieden. Wolken und Regen sorgen dafür, dass die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück bleiben.

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31. August 2008, 07:46 Uhr

"Es war eine schlechte Saison", sagte die Sprecherin der Bäderland Hamburg GmbH, Kirsten Morisse in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Lediglich in der ersten Juniwoche und an einigen Tagen Ende Juli sei richtiges Freibadwetter gewesen. Auch in Kiel und Itzehoe besuchten vor allem die wenigen abgehärteten Schwimmer die Freibäder. Nur in Lübeck ließen sich "Wasserratten" auch von längeren Schlechtwetterperioden nicht den Badspaß verhageln: Es gebe viele Stammgäste, die bei fast jedem Wetter kämen, sagte eine Sprecherin.
Im Gegensatz zu den Lübeckern gehen die Hamburger nur an "richtig warmen Sommertagen" ins Freibad. "Man kann alles Mögliche in den Freibädern veranstalten, aber die Leute kommen nur, wenn es 25 Grad hat und dauerhaft die Sonne scheint", sagte Unternehmens-Sprecherin Kirsten Morisse. Selbst wenn es warm aber bewölkt sei, kämen kaum Besucher. "Wir sind nicht zufrieden", sagte Morisse.
"Das letzte richtig gute Jahr war 2003"
In Hamburg endet die Freibadsaison in der Regel Ende August. Die Bäderland Hamburg GmbH betreibt in der Hansestadt elf Freibäder. Fünf davon sind reine Freibäder. In diesen Bädern wurden bis zum 26. August nur 90 000 Besucher gezählt ­ 10 000 weniger als in der gesamten Saison 2007. Damit reihe sich die Saison 2008 in die durchwachsenen der vergangenen Jahre ein, sagte Morisse: "Das letzte richtig gute Jahr war 2003." Es ging als Jahrhundertsommer in die Geschichte ein; damals kamen 300 000 Gäste in die fünf Bäder.
Zurzeit sind in Hamburg nur noch die sechs kombinierten Hallen- und Freibäder geöffnet. "Weil das Wetter zum Wochenende aber noch gut werden soll, öffnen die übrigen fünf Freibäder auch wieder",versprach Morisse. Falls sich das Spätsommerwetter hält, kann die Saison noch bis in die erste oder zweite Septemberwoche verlängert werden.
Mittelmäßige Bilanz für Freibäder in Kiel
Im Gegensatz zu Hamburg endet die Badesaison in den Lübecker Freibädern ganz offiziell erst am 15. September. Von Mitte Mai bis Ende Juli besuchten nach Angaben der Lübecker Schwimmbäder rund 45 800 Badegäste die beiden beheizten Lübecker Freibäder. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur rund 35 000. Die Zahlen für August lagen nach Angaben einer Sprecherin noch nicht vor.
Das durchwachsene Wetter habe den Freibädern in Kiel nur eine mittelmäßige Bilanz beschert, sagte ein Sprecher der Bäder GmbH. Auch in Itzehoe lockten trotz Wassertemperaturen von 26 Grad nicht genügend Besucher ins Freibad, um bei den Betreibern für zufriedene Gesichter zu sorgen: Die Besucherzahlen seien hinter den Erwartungen zurück geblieben, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke.

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