Flensburg/Hamburg : Drei Verletzte nach Messer-Attacken

Zwei Menschen wurden in Flensburg verletzt, als eine Frau um sich stach. Foto: Nolte
Zwei Menschen wurden in Flensburg verletzt, als eine Frau um sich stach. Foto: Nolte

Drei Menschen wurden in der Nacht zu Sonntag durch Messerstiche verletzt: zwei in Flensburg, einer in Hamburg. Dort wollte ein 21-Jähriger einen Streit schlichten.

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06. September 2011, 11:44 Uhr

Ein Streit auf dem Flensburger Willy-Brandt-Platz gipfelte in einer Messerstecherei. Sonntagfrüh gegen 5 Uhr waren mehrere Gruppen lautstark aneinander geraten. Dabei soll eine Frau ein Messer gezogen und um sich gestochen haben. Zwei Männer wurden dadurch verletzt. Während nach Angaben von Polizeisprecherin Marina Bräuer ein 32-Jähriger leichte Verletzungen davon trug, musste einem 30-Jährigen eine Niere entfernt werden. Die Messerklinge hatte das Organ zu stark beschädigt. "Lebensgefahr besteht derzeit nicht mehr", so Bräuer.
Als Täterin wurde eine 22 Jahre alte Frau festgenommen. Sie war zur Tatzeit alkoholisiert und hat zum Geschehen bisher keine Angaben gemacht. Die Vernehmungen verschiedener Personen, die an der Schlägerei beteiligt waren oder sich als Zeugen gemeldet haben, zeigen kein einheitliches Bild auf. Die 22-Jährige wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Flensburg wieder auf freien Fuß gesetzt. Es besteht die Möglichkeit, dass sie aus Notwehr handelte.
Die Kripo Flensburg ermittelt und sucht Zeugen, die etwas zum Hintergrund der Tat sagen können. Hinweise an Tel. 0461/484-0.
Schlichter in Hamburg mit Messer attackiert
In Hamburg ist ein 21-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden, als er versuchte, einen Streit zu schlichten. Vor der Kunsthalle im Stadtteil Altstadt gerieten zwei Gruppen in Streit - es kam zu einer Schlägerei. Als der Hamburger eingriff, wurde er attackiert. Ein 20-Jähriger steht unter Verdacht, ihm ein Messer in den Hals gerammt zu haben, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. "Das Messer blieb im Hals des Opfers stecken und musste in einer Notoperation im Krankenhaus entfernt werden." Der junge Mann ist inzwischen außer Lebensgefahr.
Personenfahnder des Landeskriminalamts nahmen den 20-Jährigen am Sonntagmorgen in seiner Wohnung in Hamburg-Altona fest. Die Mordkommission wurde eingeschaltet. "In Zeugenvernehmungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 20-Jährigen", erklärte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Der Mann sollte vor einen Haftrichter kommen. Gegen ihn wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.

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