Mandø / Dänemark : Drei Tote, 36 Verletzte bei schwerem Busunglück

Rettungssanitäter versorgen die Verletzten des Busunglücks. Foto: Meißner
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Rettungssanitäter versorgen die Verletzten des Busunglücks. Foto: Meißner

Bei einem Busunglück auf der dänischen Insel Mandø sind drei Personen getötet und 36 teilweise schwer verletzt worden. Hilfskräfte aus Schleswig-Holstein waren im Einsatz.

shz.de von
20. Juni 2010, 06:38 Uhr

Am Freitagvormittag sind bei einem schweren Unfall auf der dänischen Nordseeinsel Mandø drei Insassen eines vollbesetzten Busses um Leben gekommen. Rund sechs Stunden nach dem schweren Unfall auf der Nordseeinsel Mondoe gaben dänische Behörden Einzelheiten bekannt: Neben den drei ums Leben gekommenen Menschen wurden 36 weitere Personen zum Teil schwer verletzt in verschiedene Krankenhäuser in ganz Dänemark mit Rettungswagen transportiert oder mit Hubschraubern ausgeflogen, bestätigt ein Polizeisprecher.
Bei einem großen Teil der Verunglückten handelt es sich um eine Reisegruppe dänischer Senioren, die eine Fahrt zu den Seehundbänken vor der Insel Mandø gebucht hatten. Nach Angaben der dänischen Polizei soll bei der Fahrt eine Achse des Anhängers, ein sogennanter Seehundbus, gebrochen sein, auf dem die Gäste saßen. Möglicherweise sei das Zugfahrzeug und Anhänger in ein tiefes Wasserloch geraten. Der Anhänger stürzte mit allen Passagieren um.
Derzeit untersuchen Techniker das verunglückte Gespann. Die dänischen Behörden haben auf Grund des Unfalls Großalarm für alle verfügbaren Rettungskräfte im Bereich Sønderjylland ausgelöst.
Rettungsleitstelle Harrislee alarmiert
Über die Kontaktschleife zur Rettungsleitstelle Nord in Harrislee (Kreis Schleswig-Flensburg) wurde Hilfe bei dem Transport der vielen Verletzen erbeten, teilte Sacha Münster, Pressesprecher des kommunalen Teils der Leitstelle, auf Anfrage von shz.de mit.
Der dänische Rettungsdienst habe vorsorglich angefragt, ob Rettungswagen aus Niebüll zur Verfügung stehen. "Die wurden dann aber nicht abgefordert", sagte Münster. Allerdings: "Ein Notarzt aus Niebüll und der Hubschrauber "Christoph Europa 5" sind auf dem Weg zur Unfallstelle in Dänemark."
Nur bei Ebbe zu erreichen
Die Insel Mandø ist nur bei Ebbe über einen speziellen Schotterdamm vom Landweg aus zu erreichen. Auf der nur acht Quadratkilometer großen Insel leben nur etwa 60 Einwohner. Die Bewohner leben überwiegend vom Tourismus.
Auf der Insel, die zwischen Ribe und Esbjerg an der Westküste rund 70 Kilometer von der deutsch-dänischen Grenze entfernt liegt, gibt es keine eigenen Rettungswagen.
Die dänische Polizei hat für Angehörige eine Hotline eingerichtet:
004576-111448

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