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Jahresbericht des Landeslabors : Drei Lebensmittelproben mit Pferdefleisch in SH

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Mehr als 10.000 Untersuchungen zum Schutz von Verbrauchern und Landwirtschaft: Das Landeslabor stellte seinen Jahresbericht 2013 vor. Jede siebte Probe von Lebensmitteln oder Bedarfsgegenständen wurde beanstandet.

Neumünster/Kiel | Das Landeslabor Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr in drei Fällen Pferdefleisch in Lebensmitteln entdeckt. Bei molekularbiologischen Untersuchungen von Corned Beef sei neben Rind auch Pferdefleisch in den Proben gefunden worden, sagte Staatssekretärin Silke Schneider bei der Vorstellung des Jahresberichts des Landeslabors am Dienstag in Neumünster. Der Pferdefleischskandal hatte Anfang 2013 europaweit Verbraucher verunsichert.

Insgesamt wurden vom Landeslabor im vergangenen Jahr rund 10.700 Proben von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen untersucht. Davon seien 1514 Proben, also jede siebte, beanstandet worden – unter anderem wegen Mängeln bei der Kennzeichnung, aber auch wegen mikrobiologischer Verunreinigungen.  

Zu den Schwerpunkten im vergangenen Jahr zählte die Staatssekretärin die Kontrolle auf Schimmelpilz in Futtermitteln. Bei den Untersuchungen von insgesamt 37 Schiffsladungen Mais sei jedoch kein Schimmel festgestellt worden.

Schneider betonte, dass die Arbeit des Landeslabors für den Verbraucherschutz von entscheidender Bedeutung sei. „Eine breit aufgestellte, qualitativ hochwertige Überwachung von Lebens- und Futtermitteln ist für den Verbraucherschutz essenziell.“ Die Überwachungstätigkeit trage zum Schutz vor Tierseuchen und zur Verbesserung der Tiergesundheit bei.

Zu den Aufgaben des Landeslabors gehören Untersuchungen von Lebensmitteln, die Schlachttier- und Fleischkontrolle sowie Analysen im Umweltbereich. Als neue Aufgabe sei dieses Jahr die Überwachung des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung dazugekommen, sagte Schneider. Die Staatssekretärin wiederholte in dem Zusammenhang das Versprechen des Kieler Umweltministeriums, das Budget des Landeslabors um eine Million Euro aufzustocken. Das sei notwendig, um den gestiegenen Anforderungen des Verbraucherschutzes gerechtwerden zu können. Voraussetzung dafür sei jedoch die Zustimmung des Landtags.

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erstellt am 09.Sep.2014 | 18:14 Uhr

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