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DLRG rettet 411 Menschen vor dem Ertrinken

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erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | Mit Schwimmkursen und Prävention will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die Zahl der Badetoten bis zum Jahr 2020 um mindestens ein Drittel senken. Weil zahlreiche Schwimmbäder in Deutschland vor dem Aus stünden, sei das allerdings ein schwer erreichbares Ziel, sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens gestern in Hamburg. In den vergangenen fünf Jahren wurden nach seinen Angaben 285 Bäder geschlossen, weitere 452 sind akut von der Schließung bedroht. "Unsere Forderung heißt: Bäder erhalten, Bäder bauen - und nicht, sie wegzurationalisieren."

2012 ertranken in Deutschland 383 Menschen - so wenige wie noch nie. In Schleswig-Holstein starben nach Badeunfällen 22 Menschen, in Hamburg sechs. Die DLRG führt die seit Jahren sinkende Zahl auch auf die verregneten Sommer zurück. 2012 war mehr als die Hälfte der Ertrunkenen über 50 Jahre alt. "Die Älteren, die Senioren, sind unsere Sorgenkinder", betonte Wilkens. Sie seien häufig leichtsinnig und überschätzten ihre Kräfte. Die Zahl der Todesfälle bei Kleinkindern dagegen sei in den vergangenen zehn Jahren von 45 auf 9 zurückgegangen.

Die Hilfsorganisation wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Der Verein war im Oktober 1913 in Leipzig gegründet worden - als Konsequenz aus einem Unglück an der Seebrücke Binz auf der Ostseeinsel Rügen, bei dem 16 Menschen starben.

Im vergangenen Jahr retteten die ehrenamtlichen DLRG-Mitarbeiter 411 Menschen vor dem Ertrinken.

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