Fachhochschule Westküste : Dithmarscher geben Griechen Tourismus-Tipps

Eisenstein
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Die Fachhochschule Westküste in Heide hat untersucht, wie Deutsche auf Griechenland als Reiseziel aufmerksam werden.

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13. April 2013, 10:22 Uhr

heide | Von einem Ankurbeln des Tourismus erhofft sich Griechenland einen wesentlichen Impuls, um aus der Finanzkrise herauszukommen. Grundlegende Hilfe leistet im Auftrag der Bundesregierung die Fachhochschule Westküste in Heide: Das dortige Institut für Management und Tourismus hat untersucht, was Deutsche mit dem Land im Südosten Europas als Reiseziel verbinden - und wie sich das im Marketing nutzen lässt.

Die Auswertung der Wissenschaftler um die Professoren Anja Wollesen und Bernd Eisenstein beruht auf einer Befragung der Deutschen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Sie hat sich bei 1000 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern erkundigt, was ihnen zu Griechenland einfällt. Da Mehrfachnennungen möglich waren, flossen 2300 Antworten in die Auswertung ein. Haupt-Ergebnis aus Sicht Eisensteins: "Die Krise überstrahlt zwar nicht alles, aber sie ist schon deutlich messbar." 26 Prozent der Befragten fielen zu Griechenland Begriffe wie Wirtschafts- oder Politik-Krise ein. Das ist die am drittthäufigsten genannte Kategorie. Die vorderen zwei Ränge bei den genannten Begriffen belegen für Eisenstein, "dass Griechenland aber durchaus auch gegenwärtig noch Potenzial hat, wenn es diese Aspekte bei seinem Marketing in Deutschland stärkt". Das sind eine schöne Landschaft. Diese kam 39 Prozent der Befragten als erstes in den Sinn. Auf Platz zwei folgen Klima und Wetter mit 30,5 Prozent. Kulinarik wiederum kommt erst nach der Krise auf Rang vier. 24,9 Prozent fielen Spezialitäten der griechischen Küche ein, als sie Assoziationen zum Land der Hellenen aufführen sollten.

Trotz wiederholter Berichte über eine angeblich negative Volksmeinung über die Deutschen bei den Griechen mag man das hierzulande nicht recht glauben: In der Umfrage meinten nur 4,4 Prozent der Bundesbürger, die Griechen würden sie nicht mögen.

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