Die Riesenparty ist eröffnet

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Norwegens Kronprinz Haakon gibt den Startschuss zum 822. Hamburger Hafengeburtstag

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07. Mai 2011, 09:21 Uhr

Hamburg | Kronprinzenwetter in Hamburg, ein selten makellos blauer Himmel - doch der Bürgermeister kündigte Sturm an: "Beim größten Hafenfest der Welt ist in den nächsten drei Tagen und Nächten im positiven Sinne Land unter", versprach Olaf Scholz Freitagachmittag zur Eröffnung des 822. Hafengeburtstags. Neben ihm auf dem Museumsschiff "Rickmer Rickmers" strahlte der blaublütige Stargast des maritimen Spektakels. Norwegens Thronfolger Haakon war persönlich als Botschafter des diesjährigen Partnerlandes an die Elbe gekommen. Mehrfach schlugen Scholz und der Kronprinz gemeinsam die Schiffsglocke an, Böllerschüsse hallten über den Hafen, dann näherte sich die Einlaufparade den Landungsbrücken.

Angeführt von der deutschen Fregatte "Sachsen" schoben sich mehr als 330 Wasserfahrzeuge den Strom hinauf - ein rekordverdächtiges, sechs Kilometer langes Defilee, bei dem diesmal zumindest einige Schiffe die Herzen der Zuschauer auch mit gesetzten Segeln erfreuten.

Haakon war am Morgen auf dem Flughafen Fuhlsbüttel gelandet. Am späten Vormittag erwarteten mehr als 100 Schaulustige die Hoheit aus dem ganz hohen Norden auf den Rathausmarkt. Von Bürgermeister Scholz war da noch nichts zu sehen. Was freilich keine Unhöflichkeit darstellte, sondern dem hanseatischen Protokoll geschuldet war. Niemals empfängt ein Hamburger Stadtoberhaupt einen Besucher vor dem Portal. Gemessenen Schrittes erklomm Haakon die Senatstreppe, an deren oberen Absatz Scholz ihn empfing. "Hamburg ist eine wundervolle Stadt. Ich habe mich seit längerem auf meinen Besuch gefreut", sagte der Thronfolger artig auf Englisch.

Scholz entführte den adligen Gast zum Senatsfrühstück, das in Wahrheit ein Mittagessen ist. Auf der Speisekarte: Holsteiner Spargel, Rinderfilet, Erdbeeren mit Mascarpone. Beim Verlassen des Rathauses nahm sich der kommende König noch Zeit fürs Händeschütteln und Erinnerungsfotos mit seinen Fans.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst im Michel folgte ein Fußmarsch zur Hafenmeile Richtung Landungsbrücken. Ahnungslose Passanten staunten nicht schlecht, als ihnen der gut beschützte Tross Prominenter entgegenkam. Die historische norwegische Kompanie von König Frederik trommelte dazu nach Leibeskräften.

Schon heute früh macht sich der Kronprinz auf den Rückweg nach Norwegen. Während er heimwärts jettet, geht für die bis zu einer Million Besucher der Hafengeburtstag erst richtig los.

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