Rendsburg : Die größte Moschee Schleswig-Holsteins ist eröffnet

Die größte Moschee Schleswig-Holsteins ist  in Rendsburg offiziell eröffnet worden. Foto: Schönstedt
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Die größte Moschee Schleswig-Holsteins ist in Rendsburg offiziell eröffnet worden. Foto: Schönstedt

Die größte Moschee Schleswig-Holsteins ist in Rendsburg eröffnet worden. Das Bauwerk bietet bis zu 200 Männern und 80 Frauen Platz, die im Islam getrennt beten.

shz.de von
12. Oktober 2009, 07:10 Uhr

Die größte Moschee Schleswig-Holsteins ist am Freitag in Rendsburg offiziell eröffnet worden. In mehr als zehn Jahren Bauzeit ist an der Stadtgrenze zu Büdelsdorf ein islamisches Gotteshaus mit zwei 26 Meter hohen Minaretten entstanden. Das Bauwerk, das ausschließlich aus Spenden finanziert und zu einem großen Teil in Eigenleistung entstanden ist, bietet bis zu 200 Männern Platz für das Gebet. Auf einer Empore gibt es zusätzlich Platz für 80 Frauen, die im Islam getrennt beten.
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen zeigte sich von dem Bauwerk beeindruckt: "Diese Moschee hat eine wunderbare Ausstrahlung von Sanftmut und Offenheit", sagte Carstensen. "Diese Moschee ist auch Ausdruck einer Entwicklung, von der ich mir wünsche, dass sie möglichst viele hier lebende Männer und Frauen muslimischen Glaubens zu der Überzeugung bringt: Hier ist meine Heimat, diesem Land bin ich treu. Nach seinen Gesetzen will ich leben - ich bin eine deutsche Muslima, ein deutscher Muslim."
Der türkische Generalkonsul Devrem Öztürk bezeichnete die Moschee als Stätte der Toleranz, der Liebe und der Menschenrechte. "Die Türen der Moschee sind für alle geöffnet." Am Eröffnungstag war auch erstmals probeweise der Ruf des Muezzin öffentlich zu hören. Eine Bürgerinitiative "Kein öffentlicher Gebetsruf" hatte am Donnerstag in der Rendsburger Ratsversammlung 783 Unterstützer-Unterschriften überreicht, um gegen "Lärmbelästigung" zu protestieren.

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