Badewarnung für Lübecker Bucht : Die Feuerquallen sind weg – doch Entwarnung gibt es nicht

Auf dem DLRG-Wachturm in Travemünde weht die rote Flagge. Badegäste wagen sich nur mit den Füßen ins Wasser.

Auf dem DLRG-Wachturm in Travemünde weht die rote Flagge. Badegäste wagen sich nur mit den Füßen ins Wasser.

In den vergangenen Tagen erlitten Hunderte Badegäste verbrennungen. Die DLRG hat noch immer rot geflaggt.

shz.de von
18. August 2018, 13:20 Uhr

Lübeck | Noch keine Entwarnung für die Badegäste in der Lübecker Bucht: Die DLRG-Hauptwache Travemünde hat wegen der Feuerquallen immer noch rot geflaggt. „Wir haben nur schwachen Wind aus Südwesten, da wird nichts aufs Meer rausgetragen“, sagte ein Sprecher am Samstag. „Man sieht keine Quallen mehr, aber es ist schwer einzuschätzen.“

In den vergangenen Tagen hatten Hunderte Badegäste über Beschwerden nach dem Kontakt mit Feuerquallen geklagt. Wegen der Warnungen seien die Urlauber vorsichtiger geworden. „Es gibt viele, die am Rand bleiben. Bedeutend weniger Menschen gehen in die Ostsee“, sagte der Sprecher. Am Mittag war die Wassertemperatur mit 22 Grad um ein Grad wärmer als die Luft.

Weiterlesen: Wie sie eine Quallen-Verbrennung behandeln sollten

Am Freitag hatte der Kreis Ostholstein für die Strände zwischen Timmendorfer Strand und Haffkrug eine Warnung ausgesprochen. Auch wenn keine Quallen mehr zu sehen seien, könnten die abgerissenen Tentakel der Tiere mit noch aktiven Nesselzellen im Wasser treiben.

Als Grund für die Vermehrung gilt der hohe Nährstoffeintrag, der das Planktonwachstum und damit auch die Vermehrung der Quallen fördert. Auch die Erwärmung der Ostsee durch den Klimawandel begünstigt nach Ansicht von Wissenschaftlern das Quallenwachstum.

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