Zweifacher Feuertod in Schaalby : Die Brandursache wird nie geklärt

Keine Ermittlungen mehr möglich: Das Haus in Schaalby wurde bei dem Feuer völlig zerstört. Foto: sh:z
Keine Ermittlungen mehr möglich: Das Haus in Schaalby wurde bei dem Feuer völlig zerstört. Foto: sh:z

Zwei Menschen starben beim Feuer in Schaalby. Warum das Feuer ausbrach, wird aber unklar bleiben: Zu stark haben die Flammen das Gebäude verwüstet.

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28. März 2011, 11:04 Uhr

schaalby | Was das Feuer entfacht hat, bei dem am vergangenen Wochenende in Schaalby bei Schleswig zwei Menschen umgekommen sind, wird auf ewig ein Rätsel bleiben. Der Brandort sei derart verwüstet, "dass die Ursache nicht mehr ermittelbar ist", teilte der Sprecher der Flensburger Polizeidirektion, Christian Kartheus, mit. Die Ruine des bis auf die Grundmauern niedergebrannten Reetdachhauses aus dem 18. Jahrhundert haben die Fahnder inzwischen wieder freigegeben. Der Sachschaden wird auf 500.000 Euro beziffert.
Die Schleswiger Kripo "tendiert zu einer technischen Ursache", sagte Kartheus. Typischerweise versuchen Ermittler, mögliche Ausbruchstellen eines Feuers zu identifizieren, um dort zum Beispiel Leitungen oder Elektrogeräte genauer unter die Lupe zu nehmen. In Schaalby erwiesen sich die Zerstörungen dafür jedoch als zu groß.
Eine Brandstiftung halten die Fahnder "nach jetzigem Kenntnisstand für ausgeschlossen". Weder hätten zwei aus Flensburg und Nordfriesland herbeigeschaffte Brandspürhunde Hinweise auf Brandbeschleuniger oder Ähnliches entdeckt - noch hätten sich andere Indizien darauf ergeben. Die Opfer, ein 63-jähriger Speditionsunternehmer und seine Frau, galten wegen ihres vielfältigen Einsatzes für die Dorfgemeinschaft als beliebt. Der 63-Jährige hatte seinen zehnjährigen Enkel noch aus dem brennenden Haus holen können, war aber umgekommen, als er zur Rettung seiner Frau ins Innere zurückgekehrt war.
(fju, shz)

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