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In SH und Hamburg : Der Winter war warm, aber nicht sehr warm

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Der Februar ist extrem mild in Hamburg und Schleswig-Holstein. Der ganze Winter schafft es aber nicht in die Top Ten.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2014 | 09:05 Uhr

Der Eindruck trügt: Der Winter im Norden ist zwar sehr mild, gehört aber nicht einmal zu den "Top Ten" der wärmsten Winter seit Beginn der Messungen. In Hamburg lag die Durchschnittstemperatur im Dezember, Januar und Februar bisher bei 3,6 Grad, sagt Elke Roßkamp vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Hamburg. Der langjährige Durchschnitt beträgt 1,2 Grad.

In Schleswig-Holstein sieht es ähnlich aus: Die durchschnittliche Temperatur war im Flächenmittel bisher 3,5 Grad - normalerweise sind es 1,1 Grad. Der langjährige Durchschnitt ist eine international festgelegte Norm, die sich auf eine 30-jährige Vergleichsperiode von 1961 bis 1990 bezieht.

Die mildesten Winter erlebte Hamburg in den Jahren 2006/07 mit einem Mittelwert von 5,4 Grad, 1989/90 mit 4,8 Grad und 1988/89 mit 4,7 Grad. "Fast alle Winter, die in den Top Ten sind, waren in den späten 1980er und 1990er Jahren", sagt Roßkamp. Der Winter 2013/14 komme nach den bisherigen Daten auf Rang zwölf. In Schleswig-Holstein gab es den Angaben zufolge ganz ähnliche Werte wie in Hamburg. Auch dort war der Winter 2006/07 mit 5,3 Grad bisher am wärmsten.

Vor allem der Februar trug in diesem Jahr zum milden Winter bei: Er war in Hamburg mit einer Durchschnittstemperatur von 4,9 Grad bisher 3,8 Grad milder als üblich, berichtet Roßkam. Damit hat er sich schon jetzt auf Platz acht der wärmsten Februarmonate geschoben - und könnte angesichts der erwarteten milden Temperaturen der nächsten Tage noch weiter nach oben klettern. Zum Vergleich: Der bisher wärmste Februar war im Jahr 1990 mit 6,7 Grad. In Schleswig-Holstein lag die Mitteltemperatur im Februar bisher bei 4,4 Grad - und damit 3,6 Grad höher als sonst. Die Zahlen gelten allerdings unter Vorbehalt, noch ist der Februar - und damit auch der Winter - nicht vorbei.

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