Nord-Ostsee-Kanal : Der Kanal - eine Erfolgsstory

Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene Wasserstraße der Welt. Foto: Schönstedt
Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene Wasserstraße der Welt. Foto: Schönstedt

Mehr Ladung und Schiffe waren auf der weltweit meistbefahrenen Wasserstraße unterwegs. Damit ist der Nord-Ostsee-Kanal vor dem Panama- und dem Suez-Kanal die unangefochtene Nummer 1.

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23. Januar 2011, 02:19 Uhr

Kiel | Der Nord-Ostsee-Kanal bleibt weiterhin mit großem Abstand die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Im vergangenen Jahr passierten 31.835 Schiffe den 97 Kilometer langen Kanal zwischen Nord- und Ostsee. Zum Vergleich: Den Panama-Kanal (81 Kilometer) nutzten rund 14.000 Schiffe und durch den Suezkanal (163 Kilometer) fuhren etwa 17.000.
Allerdings wird auf diesen beiden Routen deutlich mehr Fracht transportiert als auf dem NOK. Aber auch der legte 2010 kräftig zu, wie die Wasser-und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel am Freitag mitteilte. Bei der Ladung wurde ein Plus von 16 Prozent auf 84 Millionen Tonnen registriert, die Zahl der Schiffe steigerte sich dagegen nur um fünf Prozent. Das zeigt nach Aussage WSA-Dezernent Jörg Heinrich, dass sich der Trend zu immer größeren Schiffen fortsetzt. "Die steigenden Ladungsmengen verteilen sich auf weniger, aber immer größer werdende Schiffe." In den 1960er Jahren war das noch ganz anders. "Damals fuhren etwa 80.000 Schiffe durch den NOK, die 60 Millionen Tonnen transportierten", so Heinrich.
Weniger kleine Strecken
Die Anzahl der über 200 Meter langen Schiffe hat sich seit 1999 vervierfacht und nahm 2010 erneut um rund 19 Prozent zu, während bei den kleineren Schiffsgrößen sogar ein Minus von acht Prozent gezählt wurde. Auch im Containerverkehr geht die Tendenz hin zu immer größer werdenden Feederschiffen, die als Zuliefer- und Verteilerschiffe die Seegüter zwischen den Häfen an Nord- und Ostsee transportieren.
Auffällig sei der Rückgang im Teilstreckenverkehr zum Kreishafen Rendsburg, zum Nordhafen Kiel oder zum Ölhafen Brunsbüttel. Angesichts der guten gesamtwirtschaftlichen Lage rechnet Heinrich auch für das laufende Jahr mit einem Wachstum der Ladungsmengen und Schiffszahl "in der Größenordnung des Jahres 2010".

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