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Tipps vom Rechtsexperten : Der Hund als Beifahrer

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Hund am Steuer - das gibts nicht. Aber als Beifahrer ist der Vierbeiner meist gerne unterwegs. Aber was muss man dabei beachten?

shz.de von
erstellt am 30.Mär.2013 | 09:17 Uhr

Kiel | Hunde sind oft auch als Beifahrer im Auto mit dabei. Hier stellen sich für Herrchen und Frauchen oft die Fragen, wo der richtige Platz im Auto ist - und ob es eine Anschnallpflicht für Hunde gibt.

Die Gurtpflicht für Personen nach §§ 21, 21a StVO ist auf Tiere nicht anzuwenden, da diese nicht unter den Begriff der Person fallen. Nach § 90a BGB sind die Bestimmungen für Sachen auf Tiere entsprechend anwendbar. Nach § 22 Abs. 1 StVO ist die Ladung so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann. Dies dient dem Schutz der Insassen und des Straßenverkehrs. Paradebeispiel ist der lebende Hund auf der Hutablage.

Keine Beeinträchtigung durch den Hund

Auch wenn das Tier vielleicht nicht viel wiegt, wird es bei einer Vollbremsung oder Unfall zu einem tödlichen Geschoss. Grundsätzlich ist der Hund also so zu sichern, dass er bei einem Unfall nicht im Fahrzeug herum oder heraus geschleudert werden kann. Hierzu kann man eine Hundebox verwenden oder ein dem Gewicht des Hundes entsprechendes Geschirr mit Rückhaltvorrichtung, Gitter oder Netz. Insbesondere die Box und das Geschirr verhindern hierbei, dass der Hund bei einem Unfall aus dem Auto gelangt und sich oder andere Verkehrsteilnehmer schädigt.

Nach § 23 Abs. 1 StVO darf weder die Sicht noch das Gehör durch den mitgeführten Hund beeinträchtigt werden. Daher ist der Hund so zu transportieren, dass er den Fahrer nicht ablenken kann. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Hund - so brav er auch ist - sich bei der Autofahrt unvorhersehbar verhalten kann und dadurch den Fahrer ablenken oder behindern kann. Sollte der Hund nicht entsprechend gesichert sein, so kann dies bei einem hierdurch eingetretenen Schaden den Versicherungsschutz, wegen grober Fahrlässigkeit, kosten.

Des Weiteren stellt eine ungesicherte Ladung eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld und bei Gefährdung sogar mit Punkten in Flensburg geahndet werden kann. Verantwortlich für die Ladungssicherung ist grundsätzlich der Fahrer. Tun Sie sich und Ihrem Hund einen Gefallen und sichern Sie ihn bei jeder Autofahrt.

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