Schleswig-Holstein und Hamburg : Dauereinsatz für die Feuerwehr bei Bränden - zwei Tote

Eine brennende Zigarette, eine umgekippte Nachttischlampe und ein Heizofen verursachen mehrere Brände. Dabei starben zwei Menschen, einige wurden verletzt.

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07. Februar 2012, 08:49 Uhr

Hamburg/Bad Segeberg/Norderstedt | Gleich zu mehreren Bränden musste die Feuerwehr in Hamburg und Schleswig-Holstein am Wochenende ausrücken. Zwei Menschen starben, mehrere wurden verletzt. In einem zugemüllten Haus in Hamburg-Sasel war am Sonnabend ein Feuer ausgebrochen, fünf Bewohner und drei Feuerwehrleute wurden verletzt und kamen in Kliniken. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, habe der 22-jährige Sohn versucht, mit einem Heizofen zugefrorene Wasserleitungen zu enteisen. Anschließend sei ihm beim Wegräumen der Ofen umgefallen und das Feuer ausgebrochen. Er habe Brandwunden am Kopf und Gesäß. Vier andere Familienmitglieder konnten sich retten, erlitten aber Rauchvergiftungen. Die Zustände in dem Haus seien etwas "unübersichtlich, vermüllt" gewesen, beschrieb der Sprecher der Feuerwehr. Das Haus sei nach dem Brand unbewohnbar.
In Bad Segeberg zerstörte ein Feuer bereits am Freitagabend die Lagerhalle einer Zimmerei. Wie die Kreisfeuerwehr mitteilte, hatten die Einsatzkräfte bei klirrender Kälte große Schwierigkeiten, die Flammen zu bekämpfen. Hydranten waren eingefroren und mussten mit einem Brenner aufgetaut werden. Ein in der Halle untergestellter Wohnwagen, Motorräder, Bau- und Arbeitsmaterialien gingen in Flammen auf. Als Brandursache vermutet die Feuerwehr einen defekten Elektroofen. Verletzt wurde niemand. Die Schadenshöhe wurde auf 100.000 Euro geschätzt.
Raucher schläft mit Zigarette ein - tot
Bei Bränden in Hamburg starben am Wochenende zwei Menschen. Ein 55-jähriger Mann wurde Opfer eines Feuers in seiner Wohnung in Hamburg-Osdorf. Vermutlich sei er mit einer Zigarette eingeschlafen, teilte die Polizei mit. Er musste reanimiert werden und war zunächst mit einer Rauchvergiftung und schweren Verbrennungen an Händen und Gesicht in ein Krankenhaus nach Boberg gebracht worden. Er starb in der Klinik.
Eine 71 Jahre alte Frau war bei einem Wohnungsbrand in Sasel am Sonntagmorgen ums Leben gekommen. Nach Schilderung der Polizei war sie vermutlich gestürzt, hatte eine Nachttischlampe umgerissen und diese hatte einen Müllsack mit Taschentüchern und Bekleidung in Brand gesetzt. Der Notarzt versuchte erfolglos, die Rentnerin wiederzubeleben. Ob sie an den Rauchvergiftungen starb, oder bereits vorher tot war, stand zunächst nicht fest.
Auch in Norderstedt kam es in der Nacht zu Sonntag zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus. Hier blieb die Ursache zunächst unklar. Im Dachstuhl soll nach Angaben der Polizei der Brand ausgebrochen sein. Die Bewohner konnten rechtzeitig gewarnt werden.

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