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Nationalparksymposium : Das Wattenmeer: Heimat und Weltnaturerbe

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Experten reden heute in Tönning mit Umweltminister Habeck über die Zukunft des Wattenmeeres. Um aktuelle Probleme geht es nicht. „Das Symposium soll uns alle inspirieren“, sagt der Leiter des Nationalparks.

Tönning | Experten wollen am Freitag im nordfriesischen Tönning über die Zukunft des Nationalparks Wattenmeer diskutieren. Unbeeinflusst von Alltagsgeschäft und Alltagspolitik sollen sie skizzieren, wie der Nationalpark in der Zukunft aussehen könnte. „Wir möchten diese Zukunft aus unterschiedlichen Perspektiven von Nationalpark und Weltnaturerbe in den Blick nehmen“, sagte der Leiter des Nationalparks Detlef Hansen. Dabei werde es neben den Themenkomplexen Heimat sowie Wissenschaft und Forschung unter anderem um die Einbindung in die Region und die Beteiligung der Einheimischen und um die Mitverantwortung der Wirtschaft und Finanzierungsfragen gehen, sagte Hansen. Die Experten sollen „über grundsätzliche, langfristige, frei gedachte Überlegungen“ sprechen: „Das Symposium soll uns alle inspirieren“, sagte Hansen.

Neben Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) werden zu dem Symposium der Ex-Nabu-Präsident und jetzige Staatssekretär im Bundesumweltministerium Jochen Flasbarth sowie der Vorsitzende des WWF Deutschland Eberhard Brandes, der Gründer der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, Michael Otto aus Hamburg, und der Vorsitzende des Nationalparkkuratoriums Dithmarschen Jörn Klimant sowie Oliver Stengel von der Hochschule Bochum erwartet.

Robert Habeck soll  thematisch „den Bogen schlagen zwischen dem Bewahren unseres größten Naturschatzes Wattenmeer und seiner uns alle berührenden Eigenschaft als Heimat“, während Jochen Flasbarth die Biodiversität in den Mittelpunkt seines Vortrags stellen werde, sagte Hansen. Eberhard Brandes soll aus WWF-Sicht einen Blick in Zukunft des Naturschutzes im Nationalpark Wattenmeer wagen, und Michael Otto „seine Gedanken zu Möglichkeiten der Mitverantwortung der Wirtschaft für Nationalpark und Weltnaturerbe mit uns teilen.“  Jörn Klimant will über die mögliche Zukunft der Nationalparkkuratorien sprechen, während der Wissenschaftler Oliver Stengel - ein Experte für Umweltpsychologie und nachhaltige Ökonomie - erklären will, „warum Menschen zwar ganz genau wissen, was man tun oder unterlassen sollte, um unsere gemeinsam Umwelt zu bewahren, aber dennoch so oft ganz anders handeln.“ Dabei wird es auch um die Frage gehen, ob und wie die Menschen sich ändern können, sagte Hansen.

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erstellt am 02.Mai.2014 | 09:48 Uhr

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