Cold Water Challenge : Das Spiel mit dem Wasser: Cool bleiben

Einmal die Nordsee voll machen: Die Feuerwehr St.Peter-Ording hat sich eine lustige Geschichte für ihre Challenge  ausgedacht.
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Einmal die Nordsee voll machen: Die Feuerwehr St.Peter-Ording hat sich eine lustige Geschichte für ihre Challenge ausgedacht.

Beim Internet-Trend mit kaltem Wasser geht es um Spaß. Doch wenn’s brennt, geht es um Leben und Tod. Da ist jedes Feuerwehrmitglied sofort mit vollem Ernst dabei. Ein Kommentar von Wolfgang Blumenthal.

shz.de von
05. Juni 2014, 15:57 Uhr

Ist die Sache so brandheiß, dass man sie verbieten muss, wie bereits in zwei Kommunen geschehen?

Beim „Cold Water Challenge“ geht es nur um kaltes Wasser. Ein Medium, mit dem sich die ausgebildeten Feuerwehrleute bestens auskennen. Es ist nicht bekannt, dass es bislang in Deutschland zu einem Unfall bei diesem skurrilen Feuerwehrwettbewerb gekommen ist.

Sicher: Auch die beste Ausbildung schützt nicht vor Unfug. Dazu gehört auch das leichtfertige Hantieren mit einem Strahl aus dem Löschrohr, der mit einer Kraft von acht Kilogramm pro Quadratzentimeter herausschießt. Mehrheitlich aber sieht man in den Internet-Videos der Kaltwasser-Herausforderer harmlose Dinge: etwa, wie Feuerwehrleute in Dithmarschen beim Seilziehen nach und nach in einen Bach fallen.

Angesichts des mangelnden Nachwuchses müsste die Landesfeuerwehr insgeheim jubeln. Wie ein Lauffeuer verbreiten sich die Aktionen im Netz. Einige Jugendliche mehr als zuvor dürften sich für die Feuerwehr interessieren. Eine Gelegenheit, jungen Menschen zu zeigen: Es macht Spaß, dabei zu sein. Und mit der Ausbildung wird jeder bei der Feuerwehr Profi. Er weiß: Wenn’s brennt, geht es um Leben und Tod. Da ist jedes Feuerwehrmitglied sofort mit vollem Ernst dabei.

Also bitte – cool bleiben.

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